Meine zweite Hawkeye FIREFLY 6S, aus dem Weihnachtsdeal von Gearbest, ist angekommen. Die Cam identisch zu meiner ersten FIREFLY 6S und kommt mit der Firmware V2.0. Seltsamerweise unterscheidet sich die Verpackung zu meiner ersten Bestellung ein wenig.
Auf der Vorder- und Rückseite der Verpackung steht oben nicht “FIREFLY 6S” und das Logo drauf. Auf der Rückseite sind die Auflösungen weniger detailliert aufgezählt, es sind dennoch die Gleichen.
Ich gehe mal davon aus, dass es sich bei diesem Modell um ein OEM Produkt handelt, da ich die gleiche Cam mit anderem Label gesehen habe. Also hergestellt vom Erstausrüster, der seine Ware nicht selbst in den Handel bringt. So kaufen Großunternehmen No Name Cams in großen Mengen und lassen sie nach ihrem Wunsch labeln. Deswegen kann es sein, dass die Verpackung erst später gelabelt wurde, sodass ich noch eine relativ neutrale Verpackung erhalten habe.
Wie es nun wirklich ist, werde ich wohl eher nicht in Erfahrung bringen können. Schlimm ist es aber nicht, da beide Cams identisch sind und ich beide auf die momentan neuste Firmware V2.3 aktualisieren konnte.

firefly 6s fake oem package metropolitanmonkey.com

Was wichtiger für viele ist: Die Cam wird mit dem FPV Kabel geliefert. Das restliche Zubehör ist ausreichend für den Start.
Ich habe zum Beispiel die Fahrradhalterung aus dem Lieferumfang für meinen Test genutzt.

firefly 6s gyro test review metropolitanmonkey.com

Was Ihr vorher wissen müsst: Ich habe beide Cams auf der gleichen Halterung via Splitter montiert, wie Ihr auf dem Bild erkennen könnt. So ist garantiert, das beide Cams unter gleichen Bedingungen filmen. Die Montage habe ich aber so vorgenommen, dass die Halterung nicht vollkommen fest ist und jede noch so kleine Erschütterung auf die Cams übertragen wird. Zusätzlich sind die Fahrten auf einem nichtgefederten Fahrrad aufgenommen worden.
Die Einstellungen beider FIREFLY 6S sind, abgesehen vom ein- bzw. ausgeschalteten Gyro Sensor, gleich. Diese Einstellungen spielen für diesen Test erst einmal keine Rolle, da es hierbei nur um die Funktion des Gyro Sensor geht.

Schaut Euch den direkten Vergleich an! Im 1080p60 Video könnt Ihr Euch von der Funktion überzeugen.
Die Bildstabilisierung der FIREFLY 6S ist im linken Bild ausgeschaltet und im rechten eingeschaltet.

Es ist doch schon erstaunlich, wie gut die Bildstabilisierung durch den eingebauten Gyro Sensor funktioniert.
Die Aufnahme ohne Bildstabilisierung während der Action eigentlich so gut wie unbrauchbar. Man darf aber nicht vergessen, dass ich die Halterung speziell so montiert habe, dass die Erschütterungen übertrieben an die Kameras weitergeleitet werden. Würde man die Halterung schön festziehen oder gar an einer anderen Stelle, zum Beispiel am Körper, montieren, dann würde man sicher auch akzeptable Aufnahmen erhalten. So aber schüttelt es die Cam so sehr, dass man sich das Bild kaum anschauen kann.
Die Aufnahme mit Bildstabilisierung kann sich sehen lassen. Man muss bedenken, das beide Action Cams der selben Erschütterung ausgesetzt wurden. Es ist keine Nachbearbeitung meinerseits, sondern direkt aus der Cam, dank des eingebauten Gyro Sensors. Dazu wird aber auch der Bildausschnitt kleiner, da das System ein wenig in das Bild hereinzoomt. Hereinzoomen ist bei Action Cams immer digital, sodass etwas an Qualität und Schärfe verloren geht. Ich finde jedoch, dass das Bild trotzdem ansehnlich ist. Die Funktion kann ich guten Gewissens bestätigen und jedem empfehlen, diese auch einzuschalten – vorausgesetzt, Ihr habt die Hawkeye FIREFLY 6S und macht actionreiche Aufnahmen. Wer nur die Landschaft filmt, braucht nicht unbedingt einen Bildstabilisator.

Generell bin ich mit der Bildqualität zufrieden, aber vielleicht geht da noch mehr. Mal sehen, was die Einstellungen noch zulassen. Kann man überhaupt noch mehr aus der FIREFLY 6S herausholen? Wenn Du mehr weißt, dann schreibe es in die Kommentare. Ich werde selbst an den Einstellungen spielen und ausprobieren.