Bali – Traumziel oder Hype? #3 Gili Islands

gili islands metropolitan monkey

14. Juli 2018 • Reisen


In Nusa Dua selbst gab es keine besonderen Dinge, die man unternehmen konnte, wie ich Euch im zweiten Teil der Bali Reise erzählt habe. Als Ausgangspunkt für weitere Trips im Süden war es jedoch in Ordnung. Was muss man auf jeden Fall noch gesehen haben, wenn man Bali besucht? Richtig! Die Gili Islands!

>> Lese Dir hier den ersten Teil der Bali Reise durch #1 Ubud
>> Hier geht es zum zweiten Teil der Bali Reise #2 Nusa Dua

 

Gili Islands – Das paradiesische Trio

Die Gili Islands, zu Deutsch “Gili-Inseln”, sind eine kleine Inselgruppe in der Balisee, bestehend aus Gili Trawangan, Gili Meno und Gili Air. Sie gehören aber nicht zu Bali, sondern zur benachbarten Insel Lombok. So ziemlich jeder, der nach Bali reist, besucht auch die Gili Islands, ohne aber Lombok selbst zu betreten.

Das Besondere an den Inseln ist, dass es keine motorisierten Fahrzeuge gibt und auch keine Polizei oder Security. Gibt es dadurch mehr Probleme und Kriminalität? Nach unseren Erkenntnissen nicht. Die Leute waren entspannt und nett. Das klare Wasser und die Korallenriffe laden zum Tauchen und Schnorcheln ein und es gibt sogar einen Brutplatz für Meeresschildkröten.

Von Bali aus hat man Möglichkeit, mit einem Speedboat oder der öffentlichen Fähre auf die Gili-Inseln zu kommen. Hotels gibt es dort ebenfalls, sodass man dort auch mehrere Tage verbringen kann. Buchen sollte man aber schon weit im Voraus.

 

Die Überfahrt von Bali auf die Gili Islands

Wir wollten einen Abstecher auf die  traumhaft schönen Inseln machen. Unser Taxifahrer Gede, an den Ihr Euch sicherlich noch aus den vorherigen Teilen (Ubud #1 / Nusa Dua #2) erinnert, hat uns ein Speedboat empfohlen, welches uns schnell und sicher auf die Inseln bringen sollte. Es gibt auch eine öffentliche Fähre, die nur wenige Euro kostet. Von der wurde uns aber abgeraten, da sie mindestens 5 Stunden für die Überfahrt nach Lombok benötigt und danach noch die Fahrt auf die Überfahrt auf die Gili Islands organisiert werden muss.

Also ging es zunächst von unserem Hotel in Nusa Dua aus nach Padang Bai, dort hat uns Gede dann die Tickets besorgt, für die wir etwa 120 Euro gezahlt haben. Inbegriffen sind Hin- und Rückfahrt inklusive Bustransfer zum Hotel. Die Fahrt bis zum Hafen dauerte etwa 90 Minuten. Vor Ort haben wir dann noch ein wenig gewartet, bis es dann auf das Speedboat ging.

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Die Fahrt bis zu den Gili Islands dauerte ebenfalls noch einmal 90 Minuten, doch sie war keineswegs öde. Die Aussicht auf das Meer, die Küste und die Hügel war wunderschön – besonders, wenn man oben an Deck sitzt. Dabei peitschten uns der Fahrtwind und das hochspritzende Wasser in die Gesicherter, was irgendwie gut getan hat. Die Mittagssonne spürt man während der Fahrt kaum, da es durch die hohe Geschwindigkeit relativ kühl wird. Das Nachsehen hatten wir dann bei der Ankunft: “Hallo Sonnenbrand!”. Was eigentlich jedem klar sein sollte und der eigenen Haut gut tut, haben wir leider missachtet. Eincremen ist wichtig und ganz besonders in der direkten Mittagssonne. Bitte beachtet das, falls Ihr auch an Deck des Speedboats fahren wollt. Im Inneren des Bootes konnte man auch sitzen, doch dort sind es gefühlte -50° Celsius, sodass dies keine Option für uns war. Ich verstehe noch immer nicht, wie es sein kann, dass es in Hotels, Geschäften und auch in diesen Booten immer so abartig kalt ist, in solch warmen Ländern.

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Vom Trubel in die Ruhe

Wir sind angekommen. Das Boot legte an der größten der drei Inseln an: Gili Trawangan. Wir waren total überwältigt von diesem paradiesischen Anblick! Ich kann mich nicht daran erinnern, zuvor einen so weißen Strand mit glasklarem Wasser gesehen zu haben! Wir verspürten nur noch pures Glück und waren voller Freude, dass wir die Fahrt auf die Gili Islands gebucht haben.

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Während wir das Boot verließen, tummelten sich Massen von Leuten an diesem Strandabschnitt. Nicht zum Baden, sondern zum Einsteigen in das Boot. Es war etwas chaotisch mit so vielen Menschen, aber nicht weiter schlimm. Vorbei an der Menschenmasse waren wir auch schon direkt mittendrin. Gili Tranwangan, oder auch einfach Gili T. Willkommen!

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Cafés, Bars, Restaurants und viele kleine Shops reihten sich hier dicht aneinander. Auf dem Hauptweg wimmelte es von Touristen und Pferdekutschen. Sie sind neben den Zahlreichen Fahrrädern, das einzige Fortbewegungsmittel auf der Insel. Wie zuvor erwähnt, gibt es keine motorisierten Fahrzeuge auf den Gili Islands. Die Atmosphäre war angenehm entspannt, obwohl so viel los war.
Wir wollten die Insel direkt erkunden, haben uns aber für einen Spaziergang entschieden, da wir so alles sehen und auf uns wirken lassen konnten. Unterwegs begegneten wir etlichen Kutschen, Radfahrern, Fußgängern. Alle hatten ein Lächeln im Gesicht und manche grüßten sogar. Total entspannte Stimmung und es war viel weniger los, als an der Hauptanlegestelle.

 

Viele Motive für’s Fotoalbum

Ihr kennt sicherlich die Schaukeln im Wasser, von denen man zahlreiche Bilder von Freunden oder einfach so im Internet sieht. natürlich waren auch wir dort und haben kurz mal die Seele baumeln lassen. Wir hörten von Freunden und Bekannten, dass man sich dort anstellen müsse, da so viele Leute dort ein Foto machen möchten. Wir hatten das Glück, dass niemand dort war!

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Wir gingen weiter und es gab noch eine Schaukel inklusive Hängematte. Wie cool war das denn, bitte?! Die Hängematte war schon etwas eingerissen, ich hätte aber trotzdem in Ihr einschlafen können. Das alles haben wir dann von Passanten fotografieren lassen, damit wir auch mal beide gleichzeitig auf den Fotos zu sehen sind. Der “swing and hammock” gehören zum The Exile, falls Ihr auch mal dort hinkommen wollt.

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Kokosnüsse wohin das Auge schaut

Es war warm, wir waren schon länger auf den Beinen  und das Wasser war schon längst ausgetrunken. Durst! Am Wegesrand bekam man alle paar Meter eine frische, junge Kokosnuss, genau das Richtige! Sie wird kurzerhand mit einer kleinen Machete zurechtgeschnitten, Strohhalm rein und fertig. Köstlich! Auf Bali hatten wir auch schon Kokosnüsse getrunken, aber diese war die wohl vollste Kokosnuss, die wir bisher hatten. Das waren mindestens 1,5, wenn nicht sogar 2 Liter Kokoswasser! Wir haben sie zu zweit getrunken und hätten es fast nicht geschafft. Normalerweise dachte ich mir immer, da hätte mehr Kokoswasser drin sein können, aber bei dieser Kokosnuss habe ich mich nach dem Ende gesehnt. Ich wollte das Wasser einerseits nicht einfach verkommen lassen, aber andererseits wollte ich das Gewicht nicht mehr tragen – die wurde auf Dauer schwer.

 

Kleine Insel, kurze Wege

Gestartet an der Hauptanlegestelle, auf der östlichen Seite der Insel, waren wir nun mittig auf der westlichen Seite und haben die halbe Insel zu Fuß besichtigt, etwa 3 Kilometer. Der Weg zu Fuß dauert eigentlich um die 30-40 Minuten, wenn man nicht ständig anhält, den Ausblick genießt und Fotos macht, so wie wir. Die gesamte Insel, mit ihrem Umfang von etwa 7 Kilometern, umrundet man in spätestens 2-3 Stunden zu Fuß. Mit dem Fahrrad oder der Kutsche geht das natürlich schneller. Wenn Ihr Tiere liebt, dann nutzt die Pferdekutschen nicht. Den Pferden geht es nicht unbedingt gut.

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Wir gingen weiter bis zum Beach Club “La Moomba”, aber nicht wegen der Bar, sondern wegen des Strandabschnittes dahinter. Der Einstieg ins glasklare Wasser ist lange sehr flach, der Meeresboden mit weißem Sand bedeckt. Ein absoluter Traum!  An der Stelle soll man wohl Schildkröten zu sehen bekommen. Wir haben unsere Schnorchelmasken von Decathlon mitgenommen, denn Schnorcheln und Tauchen ist auf den Gili Islands ein Muss! Wer keine eigene Ausrüstung hat, kann sie sich vor Ort ausleihen.

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Die richtige Unterkunft auf den Gili Islands

Due Unterkünfte auf den Gili Islands sind oft ausgebucht, weshalb man die Buchung am besten direkt tätigt, wenn die Flugtickets sicher sind. Wenn Ihr eine Unterkunft auf den Gili Islands buchen wollt, dann empfehle ich Euch dies auf Gili Air oder Gili Meno zu tun. Die Anlagen dort sind viel schöner und die Partys sind nicht so wild, wie auf Gili Trawangan. Flitterwochen zum Beispiel sind auf Gili Air und Meno sehr zu empfehlen!

Bilder sagen mehr als tausend Worte und ausführliche Bewertungen von anderen Reisenden sind wichtig für die Entscheidung, welches Hotel es am Ende werden soll. Man kann ja auch während des Aufenthaltes das Hotel und die Insel wechseln. Auf Booking.com solltet Ihr Euch die verschiedenen Hotels anschauen und bei denen, die Euch gefallen, auch die Bewertungen durchlesen. Abhängig vom Reisezeitraum sind natürlich auch die Preise, aber wir finden, dass die Preise unglaublich gut sind, für die traumhaft schönen Hotelanlagen. Gelobt wird in vielen Hotels das umfangreiche und leckere Frühstück. Die folgenden Links führen Euch direkt in die Suche zu den jeweiligen Inseln. Ihr müsst nur noch die entsprechenden Reisedaten angeben. Klickt Euch einfach mal durch.

>> Unterkünfte auf Gili Air

>> Unterkünfte auf Gili Meno

>> Unterkünfte auf Gili Trawangan

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Ihr könnt gerne Euer Wunschhotel in die Kommentare schreiben und uns mitteilen, wann es bei Euch losgeht. Oder habt Ihr vielleicht schon Erfahrungen mit den Hotels auf den Gili Islands und könnt eine Empfehlung aussprechen? Teilt Eure Erfahrungen mit uns und verhelft anderen Reisenden zu einem schönen Urlaub.

 

Gili Trawangan vs. Gili Meno vs. Gili Air

Gili Trawangan ist die größte der drei Inseln und gilt als Partyinsel. Man findet hier viele Restaurants und Cafés, an den Beach Bars und generell an den Stränden kann man hervorragend entspannen und abends geht es dann mit dem Feiern los! Es gibt hier verschiedene Unterkünfte, doch wenn man es eher ruhiger möchte, sollte man sich von der Hauptanlegestelle entfernen.

Von der Infrastruktur her ist Gili Trawangan die best ausgebauteste der drei Inseln. Es gibt keine befestigten Straßen, sondern sandige Wege. Als Fortbewegungsmittel kommen die Pferdekutschen und Fahrräder in Frage, ansonsten geht man zu Fuß. Es gibt einige Geldautomaten, an denen man Geld mit der Kreditkarte abheben kann. Einen weiteren gibt es sonst nur auf Gili Air. Der einzige Arzt für alle drei Inseln sitzt auf Gili T, der zumindest bei einfachen Wehwehchen helfen kann. Für kompliziertere Beschwerden muss man sich nach Lombok oder Bali begeben.

Gili Meno ist die kleinste der Gili Inseln, liegt zwischen Gili Trawangan und Gili Air und ist optimal, wenn man nach Ruhe und Entspannung im Paradies sucht. Denn Gili Meno ist die am wenigsten ausgebaute Insel der Gili Islands. Die Auswahl an Hotels, Restaurants und Cafés fällt hier am geringsten aus, genau so wie die Partys. Aber gerade deshalb kommen die Urlauber auch auf diese Insel – um die Seele baumeln zu lassen. Smartphone ausschalten und und das Leben genießen. Gili T liegt direkt nebenan und das Wasser trägt die Party gerne bis auf kleine, Ruhige Insel rüber. Man hört die Musik bis zum Morgengrauen, was nicht jeden Tag vorkommt, aber man sollte es dennoch wissen.
In den Hotels bekommt man sehr gutes Frühstück, wie man den zahlreichen Bewertungen entnehmen kann. Da wird man sicher nicht enttäuscht und der Morgen beginnt einfach nur wundervoll.

Viel Auswahl an Aktivitäten hat man auf dieser Insel aber nicht: Am Strand chillen, Schnorcheln, Tauchen, die Insel umrunden (maximal zwei Stunden) und den Vogelpark und das Schildkröten-Schutzgebiet besuchen. Wer sowieso nur die Sonne, den Stand und das kristallklare Wasser genießen will, wird keineswegs enttäuscht!

Gili Air ist ähnlich wie Gili Meno, ebenfalls relativ ruhig, mit traumhaften Stränden und richtig schönen Hotels. Die fußläufige Umrundung der Insel dauert etwa 2,5-3 Stunden. Partys sind hier zwar eher selten, dann wird es aber auch laut auf der Insel. Dennoch ist die Insel eine gute Wahl für Ruhesuchende Urlauber. Immer mehr Restaurants, Bars und Hotels werden aus dem Boden gestampft und auch einen Geldautomaten findet man auf Gili Air. Tauchen und Schnorcheln sind auf Gili Air natürlich ebenso fantastisch eines der Aktivitäten, die man gemacht haben muss. Sogar surfen kann man hier an der Südküste der Insel am “Play Gili”, für ungeübte jedoch nicht geeignet.

 

Das bedrohte Paradies

Der Tourismus tut den Gili Islands nicht gut. Der Hype zieht mehr und mehr Urlauber auf die paradiesischen Inseln. Um diese größer werdende Masse unterbringen und unterhalten zu können, wird immer mehr gebaut. Die Strände und die Natur werden weniger, es entstehen Müllberge, das Wasser wird schmutziger und die Korallen sterben. Eine reine Touristenmaschinerie.

Aufhalten wird man dies nicht mehr können und so wie die Inseln jetzt noch sind, kann man sie besuchen. Der Aufenthalt auf den Gili Islands lohnt sich auf jeden Fall noch! Im besten Fall besucht man die Inseln in der Nebensaison, so wie wir, denn dann ist nicht alles überlaufen und man kann die Ruhe auch wirklich genießen.

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Fazit zu unserer Bali Reise

Wir haben unseren Aufenthalt auf Bali und den Gili Islands sehr genossen. Probleme hatten wir nie und in der Nebensaison war es auch sehr angenehm zu reisen. Die Gili Islands sollte man unbedingt besuchen, keine Frage. Die Inseln sind das pure Paradies!
Bali ist ebenfalls eine Traumhaft schöne Insel mit zahlreichen Facetten, die man gesehen haben muss. Die Kultur und Natur sind wahnsinnig schön und man fühlt sich gut aufgehoben. Kulinarisch war die Reise ein Highlight!
Sobald es sich für uns ergibt, werden wir Bali einen weiteren Besuch abstatten, dann aber vorrangig den Norden erkunden, da uns das leider gefehlt hat.

Welchen Teil von Bali kannst Du empfehlen oder hast Du selbst vor, die indonesische Trauminsel das erste mal zu besuchen? Würde mich freuen, wenn Du Deine Erfahrungen und Gedanken mit uns teilst.

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