Drei Foldables, dreimal 7,6 Zoll – und trotzdem drei erstaunlich unterschiedliche Smartphones. Das Xiaomi 18 Fold greift mit 6.000-mAh-Akku, Leica-Dreifachkamera und 67-Watt-Laden an. Samsung macht das Galaxy Z Fold8 mit nur 201 Gramm und 9,7 Millimetern im geschlossenen Zustand überraschend alltagstauglich. Apple steigt mit dem iPhone Duo spät in den Markt ein, setzt dafür auf Titan, eine matte Nanotextur gegen die sichtbare Displayfalte und eine besonders enge Verzahnung von Hard- und Software.
Auf dem Datenblatt sieht Xiaomi stellenweise beinahe unfair stark aus. Für deutsche Käufer gibt es allerdings einen erheblichen Haken: Das Xiaomi 18 Fold wird bislang nur in China verkauft. Samsung liefert das Galaxy Z Fold8 dagegen bereits seit August in Deutschland aus, während das iPhone Duo ab dem 16. Oktober vorbestellt und ab dem 23. Oktober ausgeliefert wird.
Damit geht es bei diesem Vergleich nicht nur darum, welches Smartphone die größten Zahlen bietet. Entscheidend ist, welches Foldable tatsächlich zu deinem Alltag passt – bei Gewicht, Kamera, Akku, Multitasking, Haltbarkeit, Software und nicht zuletzt beim Preis.
Die Entscheidung in 30 Sekunden
- Galaxy Z Fold8: aktuell die vernünftigste Gesamtempfehlung für Deutschland. Mit 201 g das leichteste, bereits erhältlich, ausgereifte Software und inzwischen unabhängig getestet.
- iPhone Duo: die klare Wahl für Apple-Nutzer, die ein Foldable wollen. Sehr gutes Displaykonzept, Apple Pencil, IP68 und starke iOS-Integration – aber mit 2.299 Euro teuer und mit 254 g deutlich schwerer.
- Xiaomi 18 Fold: der Datenblatt-Sieger bei Kamera, Akku und Laden. 200-MP-Hauptkamera, echtes 3,5x-Tele, 6.000 mAh und 67/50 Watt Laden. Allerdings bislang nur offiziell in China erhältlich.
- Leichtestes Modell: Galaxy Z Fold8 mit 201 g.
- Bester Akku auf dem Papier: Xiaomi 18 Fold mit 6.000 mAh.
- Stärkste Kamera-Hardware: Xiaomi 18 Fold mit drei Kameras inklusive Periskop-Tele.
- Beste Foldable-Kaufoption heute in Deutschland: Galaxy Z Fold8.
- Beste Wahl im Apple-Ökosystem: iPhone Duo.
Xiaomi 18 Fold vs. iPhone Duo vs. Galaxy Z Fold8: alle wichtigen Daten
Schon die Tabelle zeigt das Grundproblem eines reinen Datenblattvergleichs. Xiaomi gewinnt mehrere technische Kategorien, obwohl das Smartphone hier offiziell gar nicht gekauft werden kann. Samsung wirkt bei einigen Zahlen unspektakulärer, liefert dafür mit Abstand das leichteste und dünnste Gerät. Apple ist das schwerste und teuerste, bietet aber Funktionen, die für Nutzer des Apple-Ökosystems kein Konkurrent ersetzen kann.

Samsung gewinnt beim Gewicht überraschend deutlich
Dass ausgerechnet Samsung in dieser Runde das leichteste Foldable baut, ist bemerkenswert. Das Galaxy Z Fold8 wiegt nur 201 Gramm. Xiaomi kommt trotz des erheblich größeren Akkus auf 219 Gramm, während das iPhone Duo mit 254 Gramm deutlich schwerer ausfällt.
35 beziehungsweise 53 Gramm Unterschied klingen zunächst nicht dramatisch. Bei einem Smartphone, das jeden Tag in der Hand und Hosentasche steckt, sind sie aber spürbar. Besonders interessant: Das Fold8 ist nicht nur leichter, sondern im geschlossenen Zustand mit 9,7 Millimetern auch das dünnste Modell. Xiaomi folgt mit 10,68 Millimetern, Apple kommt auf 11,3 Millimeter.
Damit gewinnt Samsung diese Disziplin ziemlich eindeutig. Das Galaxy Z Fold8 kommt von den drei Kandidaten einem normalen Smartphone im Alltag am nächsten.
Xiaomi löst dafür eine andere Aufgabe bemerkenswert gut: In nur 219 Gramm steckt ein 6.000-mAh-Akku und eine Kamera mit echtem Periskop-Tele. Das 18 Fold ist also nicht das absolut leichteste Gerät, bietet gemessen am Gewicht aber ungewöhnlich viel Hardware.
Apple setzt stärker auf Material und Konstruktion. Der Rahmen des Duo besteht aus Titan der Klasse 5, unter dem faltbaren Display sitzt eine Titanplatte, und die Scharnierabdeckung wird im 3D-Druck gefertigt. Das fühlt sich in ersten Hands-ons hochwertig und stabil an, ändert aber nichts daran, dass das Duo von den drei Geräten am schwersten ist.
Fast dieselbe Größe – aber völlig unterschiedliche Displays
Alle drei inneren Displays liegen praktisch bei 7,6 Zoll. Die reine Diagonale hilft deshalb kaum weiter.
Samsung verwendet innen ein 7,6 Zoll großes Dynamic-AMOLED-2X-Panel mit 2448 × 1848 Pixeln und einem nahezu quadratischen 4:3-Format. Das ist sehr praktisch für Webseiten, Dokumente, Comics, Fotos und zwei Apps nebeneinander.
Xiaomi kommt mit 7,58 Zoll und 2364 × 1672 Pixeln extrem nah heran, wählt aber ein etwas breiteres Verhältnis. Besonders interessant ist, dass Innen- und Außendisplay ungefähr demselben Papierformat-Verhältnis folgen. Dadurch soll der Wechsel zwischen geschlossenem und geöffnetem Zustand natürlicher wirken.
Apple verfolgt dieselbe Grundidee noch konsequenter: Laut Apple besitzen beide Displays des iPhone Duo dasselbe Seitenverhältnis. Eine App muss beim Aufklappen deshalb nicht plötzlich völlig anders angeordnet werden, sondern kann proportional größer werden.
4.000 Nits bei Xiaomi schlagen 3.000 Nits nicht automatisch
Xiaomi bewirbt beide Displays mit bis zu 4.000 Nits, Apple nennt bis zu 3.000 Nits im Freien und Samsung ebenfalls punktuell bis zu 3.000 Nits.
Trotzdem wäre es falsch, Xiaomi allein deshalb zum Display-Sieger zu erklären. Peak-Werte werden unter unterschiedlichen Bedingungen gemessen und sagen wenig darüber aus, wie hell eine große Displayfläche dauerhaft bleibt. Bei einem direkten frühen Vergleich wirkte Samsungs Innendisplay trotz Xiaomis höherer Herstellerangabe sogar sichtbar heller.
Die Zahlen sind deshalb interessant, aber kein Ersatz für einen standardisierten Labortest.
Welches Foldable hat die kleinste Displayfalte?
Hier macht Apple etwas, das die anderen beiden nicht bieten: Das innere Display besitzt eine matte Nanotexturbeschichtung. Sie reduziert Reflexionen und gleichzeitig den Kontrast der Falte in der Mitte.
Wichtig ist die Formulierung: Apple hat die Falte nicht abgeschafft. Sie ist weiterhin vorhanden. Erste Hands-ons beschreiben sie aber als deutlich schwieriger sichtbar und teilweise kaum fühlbar. Besonders bei frontaler Betrachtung scheint die matte Oberfläche sehr effektiv zu funktionieren.
Auch Xiaomi schneidet in den ersten Eindrücken gut ab. Tester konnten die Falte vor allem aus bestimmten Winkeln erkennen und beim Darüberstreichen nur schwach wahrnehmen.
Samsung hat die Falte über viele Generationen weiter reduziert. Das Fold8 ist hier deutlich besser als ältere Fold-Generationen, hat aber keine matte Beschichtung wie Apple.
Vorläufiger Vorteil: iPhone Duo. Ob das nach einem Jahr und zehntausenden Faltvorgängen noch genauso aussieht, kann im September 2026 allerdings niemand seriös beantworten.

A20 Pro, Snapdragon 8 Elite Gen 5 oder XRing O3?
In allen drei Smartphones steckt aktuelle High-End-Hardware. Ein eindeutiger Leistungsgewinner lässt sich trotzdem noch nicht seriös bestimmen.
iPhone Duo: A20 Pro in 2 Nanometern
Apple verwendet denselben A20 Pro wie im iPhone 18 Pro und Pro Max. Der Chip besitzt sechs CPU- und sieben GPU-Kerne sowie zwei 16-Core Neural Engines. Apple fertigt ihn erstmals im 2-Nanometer-Verfahren und kombiniert ihn im Duo mit einer eigenen Dampfkammer.
Die Leistungsangaben Apples gegenüber älteren iPhones sind Herstellervergleiche. Spannender dürfte sein, wie lange der Chip in einem nur 5,2 Millimeter dünnen geöffneten Foldable hohe Leistung halten kann.
Samsung: erprobtes Qualcomm-Flaggschiff
Samsung setzt auf den Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy. Das Fold8 ist bereits länger erhältlich und wurde entsprechend ausführlicher getestet. Die Anwendungsleistung fällt sehr hoch aus, unter längerer Last wurde in unabhängigen Tests allerdings thermisches Throttling beobachtet.
Das ist bei einem extrem dünnen Foldable nicht überraschend. Gleichzeitig ist Samsung der einzige Kandidat in diesem Vergleich, bei dem wir bereits auf mehr als kurze Messe-Hands-ons zurückgreifen können.
Xiaomi: Das spannendste Experiment
Das Xiaomi 18 Fold ist das erste Flaggschiff mit Xiaomis eigenem XRing O3. Der 3-nm-Chip besitzt eine Zehnkern-CPU und eine 16-Core-GPU. Xiaomi veröffentlicht dazu enorme Leistungssteigerungen gegenüber der Vorgängergeneration seines eigenen Siliziums.
Genau hier sollte man aber vorsichtig bleiben. Hersteller-Benchmarks sind kein realer Langzeittest. Wie effizient der XRing O3 unter Dauerlast arbeitet, wie schnell er im dünnen Foldable drosselt und wie gut Apps sowie Spiele optimiert sind, muss sich erst zeigen.
Foldables leben von der Software – und hier hat Samsung Erfahrung
Ein riesiges Display bringt nichts, wenn Apps darauf nur größer aussehen. Beim Multitasking trennt sich deshalb die Spreu vom Weizen.
Samsung: die ausgereifteste Foldable-Erfahrung
Samsung entwickelt Book-Foldables inzwischen seit mehreren Generationen. Das merkt man One UI 9 an. Mehrere Apps, Drag-and-drop, Multitasking, Flex-Modi und Galaxy AI greifen auf dem großen Display bereits sehr selbstverständlich ineinander.
Das ist aktuell Samsungs größter Vorteil: nicht irgendeine einzelne Funktion, sondern Erfahrung.
Apple: weniger frei, dafür sehr konsistent
iOS 27.1 bringt mit dem Duo erstmals echtes Split View auf ein iPhone. Zwei Apps können nebeneinander geöffnet, App-Paare gespeichert und sogar zwei Fenster derselben App verwendet werden.
Apple geht dabei erwartungsgemäß kontrollierter vor als Android. Die Bedienung ist weniger frei konfigurierbar, wirkt dafür schon in ersten Hands-ons sehr konsistent. Besonders der Wechsel zwischen Außen- und Innendisplay profitiert vom identischen Seitenverhältnis.
Wer ohnehin Mac, iPad, Apple Watch, AirPods und iCloud nutzt, bekommt zudem einen Ökosystemvorteil, den weder Xiaomi noch Samsung einfach durch bessere Hardware ersetzen können. Unser ausführlicher Einzelbeitrag erklärt die Besonderheiten des iPhone Duo im Detail.
Xiaomi: das flexibelste Multitasking auf dem Papier
HyperOS 4 nutzt das große Display für Zwei- und Drei-App-Ansichten und kann mehrere App-Gruppen verwalten. Gerade für Nutzer, die drei Apps gleichzeitig sehen wollen, ist das flexibler als Apples aktueller Ansatz.
Für deutsche Interessenten gibt es aber erneut den China-Haken. Die chinesische Softwareversion, vorinstallierte Dienste, Sprachen, Mobilfunkunterstützung und zukünftige Update-Versorgung sollten bei einem Import einzeln geprüft werden. Ein chinesisches High-End-Gerät ist nicht automatisch dasselbe Produkt wie eine spätere globale Version.
Kamera: Xiaomi hat etwas, das Apple und Samsung schlicht fehlt
Hier gewinnt Xiaomi bereits auf Hardwareebene.
Das 18 Fold besitzt:
- eine 200-MP-Hauptkamera mit OIS,
- eine 50-MP-Ultraweitwinkelkamera,
- und ein 50-MP-Periskop-Teleobjektiv mit 3,5-fachem optischem Zoom.
Apple und Samsung verzichten bei ihren normalen Foldables dagegen auf ein separates Teleobjektiv.
Beim iPhone Duo arbeitet eine 48-MP-Hauptkamera zusammen mit einer 48-MP-Ultraweitwinkelkamera. Ein 2x-Bildausschnitt aus dem Hauptsensor wird als Zoom in optischer Qualität genutzt.
Samsung verfolgt denselben Grundgedanken mit zwei 50-MP-Kameras für Weitwinkel und Ultraweitwinkel. Auch hier entsteht der 2x-Zoom aus der Hauptkamera.
Wichtig: 200 Megapixel machen Xiaomi nicht automatisch zur besten Kamera. Bildverarbeitung, Nachtaufnahmen, Hauttöne, Bewegung und Video müssen direkt verglichen werden. Beim Zoombereich hat Xiaomi aber einen objektiven Hardwarevorteil, weil nur das 18 Fold eine echte Telekamera besitzt.
Apple dürfte gerade bei Video, konsistenten Farben und der Integration in Apps stark bleiben. Durch das Foldable-Design kann beim Duo außerdem das Außendisplay als Vorschau für die fotografierte Person verwendet werden.
Samsung bietet ähnliche Cover-Screen-Funktionen. Trotzdem bleibt die fehlende Telekamera angesichts einer UVP von 1.999 Euro einer der nachvollziehbarsten Kritikpunkte am Fold8. Auch unabhängige Tests bemängeln genau das.

Xiaomi setzt beim Akku die Messlatte
6.000 mAh in einem 219 Gramm leichten Foldable sind eine Ansage. Gleichzeitig unterstützt das Xiaomi 18 Fold 67 Watt per Kabel und 50 Watt kabellos.
Samsung verbaut 4.800 mAh. Das Fold8 lädt mit bis zu 45 Watt kabelgebunden und 20 Watt induktiv. Samsung gibt bis zu 26 Stunden Videowiedergabe an.
Apple veröffentlicht wie üblich keine mAh-Kapazität. Stattdessen nennt der Hersteller bis zu 31 Stunden Videowiedergabe auf dem großen Innendisplay, bis zu 44 Stunden auf dem Außendisplay und bis zu 24 Stunden bei gemischter intensiver Nutzung beider Displays.
Das Duo erreicht laut Apple mit geeignetem 60-Watt-Netzteil ungefähr 50 Prozent in 20 Minuten. MagSafe beziehungsweise Qi2 unterstützt bis zu 25 Watt.
Auf dem Papier gewinnt Xiaomi klar. Ob 6.000 mAh mit dem neuen XRing O3 tatsächlich entsprechend längere Laufzeiten ergeben, muss ein unabhängiger Test aber erst zeigen. Akkukapazität allein entscheidet nicht über Ausdauer.
IP68, IP58/IP59 und IP48: Die Unterschiede sind größer, als sie aussehen
Foldables waren bei Staub traditionell empfindlicher als normale Smartphones. 2026 hat sich hier einiges getan.
Apple klassifiziert das iPhone Duo nach IP68. Xiaomi nennt für das 18 Fold IP58 und IP59. Letzteres umfasst unter anderem Widerstand gegen starke Wasserstrahlen. Das ist für ein Foldable bemerkenswert.
Samsung kommt auf IP48. Beim Wasser ist das Fold8 damit ebenfalls gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt. Die „4“ beim Schutz gegen feste Partikel bedeutet aber ausdrücklich nicht, dass das Gerät staubdicht ist.
Samsung hat viel Arbeit in sein Scharnier und die sogenannte Flex-Titanium-Struktur gesteckt. Trotzdem bleibt feiner Staub bei Foldables ein Thema. Wer regelmäßig am Strand, auf Baustellen oder in sehr staubiger Umgebung arbeitet, sollte eine IP-Zahl deshalb nicht als Freifahrtschein verstehen.
Beim iPhone Duo kommt noch eine weitere Unbekannte hinzu: Es ist Apples erste Foldable-Generation. Konstruktionstests des Herstellers sind das eine, Langzeitberichte echter Nutzer nach einem oder zwei Jahren etwas anderes.
Überraschung: Ausgerechnet Samsung verliert den Stift
Bei großen faltbaren Displays liegt Stifteingabe eigentlich nahe. Trotzdem unterstützt das Galaxy Z Fold8 keinen S Pen. Samsung bestätigt ausdrücklich, dass im Display die nötige Digitizer-Schicht fehlt.
Apple geht den entgegengesetzten Weg. Das iPhone Duo unterstützt den Apple Pencil USB-C. Damit wird das aufgeklappte Gerät funktional noch stärker zu einer Art Mini-iPad.
Für das Xiaomi 18 Fold ist in den derzeit verfügbaren offiziellen beziehungsweise launchnahen Spezifikationen keine vergleichbare Stiftunterstützung bestätigt.
Wer Notizen zeichnet, Dokumente annotiert oder einen Stift tatsächlich produktiv nutzt, bekommt deshalb einen überraschend klaren Gewinner: iPhone Duo.
Preis und Verfügbarkeit entscheiden mehr als jede Benchmark
Samsung Galaxy Z Fold8: 1.999 Euro und sofort erhältlich
Samsung verkauft das Galaxy Z Fold8 in Deutschland bereits seit dem 7. August 2026. Die UVP beginnt bei 1.999 Euro.
Damit hat Samsung einen riesigen praktischen Vorteil. Das Gerät kann heute gekauft werden, deutsche Garantie und Support sind klar, und inzwischen existieren ausführliche unabhängige Tests.
iPhone Duo: 2.299 Euro und Start im Oktober
Das iPhone Duo beginnt bei 2.299 Euro für 256 GB. Vorbestellungen starten am 16. Oktober, die Auslieferung am 23. Oktober. Apple bietet bis zu 2 TB Speicher an.
Der Abstand zum Samsung beträgt damit bereits bei den Basismodellen 300 Euro. Dafür kauft man unter anderem das Apple-Ökosystem, IP68, Apple-Pencil-Unterstützung und das ungewöhnliche Nanotextur-Display.
Xiaomi 18 Fold: 10.999 Yuan – aber bislang nicht in Deutschland
Das Xiaomi 18 Fold startet in China mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher bei 10.999 Yuan. Es gibt Varianten bis 16 GB RAM und 1 TB Speicher sowie eine limitierte Keramikversion.
Die chinesischen Preise sollte man nicht einfach in Euro umrechnen und anschließend mit deutschen Bruttopreisen vergleichen. Mehrwertsteuer, Import, Vertrieb und regionale Preisgestaltung fehlen in einer solchen Rechnung.
Entscheidender ist ohnehin: Xiaomi hat bislang keinen offiziellen Deutschland- oder Europa-Start angekündigt.
Ein Import ist möglich, macht aus dem Datenblatt-Sieger aber eine wesentlich kompliziertere Kaufentscheidung. Garantie, Mobilfunkbänder, eSIM, Softwareversion, vorinstallierte Dienste und Service sollten dann für die konkrete China-Version geprüft werden.
Welches Foldable passt zu dir?
Galaxy Z Fold8 nehmen, wenn …
- du jetzt in Deutschland ein Foldable kaufen möchtest,
- geringes Gewicht und geringe Dicke wichtig sind,
- du ein möglichst ausgereiftes Foldable-Ökosystem möchtest,
- Multitasking und Android-Flexibilität wichtig sind,
- du kein Teleobjektiv und keinen Stift benötigst.
iPhone Duo nehmen, wenn …
- du bereits tief im Apple-Ökosystem bist,
- du bewusst auf das erste faltbare iPhone gewartet hast,
- Apple Pencil für dich einen Mehrwert bietet,
- du Wert auf IP68 und die matte Nanotextur legst,
- 254 Gramm und mindestens 2.299 Euro dich nicht abschrecken.
Xiaomi 18 Fold nehmen beziehungsweise beobachten, wenn …
- du das stärkste Datenblatt möchtest,
- ein echtes Teleobjektiv wichtig ist,
- Akku und schnelles Laden Priorität haben,
- du mit einem China-Import umgehen kannst,
- oder du bereit bist, auf einen möglichen Europa-Start zu warten.
Die Sieger nach Kategorien
Fazit: Der Datenblatt-Sieger ist nicht der Kauf-Sieger
Das Xiaomi 18 Fold ist auf dem Papier das beeindruckendste der drei Geräte. 219 Gramm trotz 6.000-mAh-Akku, 67-Watt-Laden und drei ernstzunehmende Kameras inklusive Periskop-Tele sind technisch außergewöhnlich.
Genau deshalb ist es gleichzeitig ein frustrierender Sieger. Ohne offiziellen Europa-Start ist das 18 Fold für deutsche Käufer derzeit eher Technikobjekt und Importoption als normale Kaufempfehlung.
Das Galaxy Z Fold8 ist momentan das beste Gesamtpaket für die meisten deutschen Käufer. 201 Gramm, nur 9,7 Millimeter geschlossen, sehr gute Displays, ausgereifte Foldable-Software und die sofortige Verfügbarkeit wiegen schwerer als die fehlende Telekamera und der Verzicht auf den S Pen. Dass inzwischen unabhängige Tests vorliegen, macht die Bewertung zusätzlich belastbarer.
Das iPhone Duo spielt in einer eigenen Kategorie. Wer Android möchte, bekommt für weniger Geld bei Samsung vermutlich die vernünftigere Lösung. Wer dagegen ein faltbares iPhone möchte, hat keine Alternative. Apple kombiniert das ungewöhnliche Displaykonzept mit sehr guter Ökosystemintegration, Apple Pencil, IP68 und einer Nanotextur, die das typische Foldable-Problem der sichtbaren Falte offenbar erstaunlich gut kaschiert.
Meine Reihenfolge lautet deshalb nicht einfach Platz eins bis drei, sondern:
- Heute in Deutschland kaufen: Galaxy Z Fold8.
- Apple-Nutzer: iPhone Duo.
- Beste Hardware und Import kein Problem: Xiaomi 18 Fold.
- Auf einen deutschen Xiaomi-Start warten: wahrscheinlich die spannendste Option für alle, die sich noch nicht sofort entscheiden müssen.
Das Xiaomi 18 Fold war außerdem eines der interessantesten Smartphone-Themen rund um die Messewoche. Mehr dazu gibt es in unserem großen IFA-2026-Abschlussbericht.
Häufige Fragen zu Xiaomi 18 Fold, iPhone Duo und Galaxy Z Fold8
Welches Foldable ist 2026 das beste?
Für die meisten Käufer in Deutschland ist das Galaxy Z Fold8 derzeit das ausgewogenste Gesamtpaket. Es ist leicht, dünn, ausgereift und sofort offiziell erhältlich. Xiaomi bietet die stärkere Hardware, ist hierzulande aber nicht offiziell verfügbar. Für Apple-Nutzer ist das iPhone Duo die naheliegende Wahl.
Welches Foldable hat die beste Kamera?
Das Xiaomi 18 Fold besitzt auf dem Papier die stärkste Kameraausstattung. Es ist das einzige der drei Geräte mit einem separaten Teleobjektiv: 50 MP mit 3,5-fachem optischem Zoom. Dazu kommen eine 200-MP-Haupt- und eine 50-MP-Ultraweitwinkelkamera.
Welches hat den besten Akku?
Xiaomi verbaut mit 6.000 mAh die größte veröffentlichte Kapazität und unterstützt gleichzeitig 67 Watt kabelgebundenes sowie 50 Watt kabelloses Laden. Ein unabhängiger Laufzeitvergleich steht allerdings noch aus.
Welches ist am leichtesten?
Das Galaxy Z Fold8 wiegt nur 201 Gramm. Das Xiaomi 18 Fold kommt auf 219 Gramm und das iPhone Duo auf 254 Gramm.
Welches ist am dünnsten?
Auch hier gewinnt Samsung. Das Galaxy Z Fold8 misst geöffnet 4,5 Millimeter und geschlossen 9,7 Millimeter. Xiaomi kommt auf 5,02 beziehungsweise 10,68 Millimeter, Apple auf 5,2 beziehungsweise 11,3 Millimeter.
Hat das iPhone Duo wirklich keine sichtbare Falte?
Doch. Auch das iPhone Duo besitzt konstruktionsbedingt eine Falte im Innendisplay. Apples Nanotexturbeschichtung macht sie nach ersten Hands-ons allerdings deutlich weniger sichtbar. Langzeiterfahrungen gibt es noch nicht.
Hat das Galaxy Z Fold8 einen S Pen?
Nein. Samsung bestätigt ausdrücklich, dass das Galaxy Z Fold8 keine Digitizer-Schicht besitzt und deshalb weder den S Pen Fold Edition noch den S Pen Pro unterstützt.
Unterstützt das iPhone Duo einen Apple Pencil?
Ja. Apple nennt offiziell Unterstützung für den Apple Pencil USB-C.
Kommt das Xiaomi 18 Fold nach Deutschland?
Bislang hat Xiaomi keinen offiziellen Deutschland- oder Europa-Start angekündigt. Das Gerät ist seit dem 10. September in China erhältlich.
Was kostet das Xiaomi 18 Fold?
In China beginnt das Modell mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher bei 10.999 Yuan. Dieser Preis lässt sich nicht direkt mit deutschen Bruttopreisen vergleichen.
Was kosten iPhone Duo und Galaxy Z Fold8?
Das iPhone Duo startet in Deutschland bei 2.299 Euro mit 256 GB. Samsung nennt für das Galaxy Z Fold8 eine UVP ab 1.999 Euro.
- Apple: iPhone Duo – deutsche Pressemitteilung und technische Daten, 9. September 2026.
- Samsung: Galaxy Z Fold8 – offizielle Spezifikationen, deutscher Verkaufsstart und UVP.
- Xiaomi: offizielle chinesische Produktseite des Xiaomi 18 Fold; Startpreis 10.999 Yuan.
- Xiaomi Launch: technische Daten, Speicher- und Preisvarianten sowie Verkaufsstart in China.
- Unabhängige Eindrücke Xiaomi: erste Hands-ons zu Displayfalte, Formfaktor und Vergleich mit dem Galaxy Z Fold8.
- Unabhängiger Test Samsung: Notebookcheck Galaxy Z Fold8, 88 Prozent Gesamtwertung; unter anderem Kritik an fehlendem Teleobjektiv und thermischem Throttling.
- iPhone-Duo-Falte: Apple und erste Hands-ons zur Nanotextur und weiterhin vorhandenen, aber weniger sichtbaren Falte.
- Samsung S Pen: offizielle Bestätigung, dass das Galaxy Z Fold8 keinen S Pen unterstützt.
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