DJI Mavic Air – Meine erste Erfahrung

Von |2018-07-29T19:13:30+00:0010. Februar 2018|Drohnen|

DJI hat mich zum Event nach Frankfurt eingeladen und ich bin natürlich direkt hingefahren. Endlich hatte ich die Möglichkeit, die neue DJI Mavic Air zu sehen, anzufassen und auszuprobieren. Zudem habe ich auch noch Informationen aus erster Hand bekommen. Tolle Möglichkeit und schönes Event, danke!

 

Mavic Pro, Spark & Osmo Mobile 2

DJI hat neben der Hauptattraktion auch die Mavic Pro Platinum, die Spark und den neuen Osmo Mobile 2 vorgestellt.
Die Spark ist das kleine, nicht klappbare Modell, das maximal FullHD Aufnahmen macht, dafür aber auch mit Gestensteuerung funktioniert. Die Mavic Pro Platinum ist die erste portable Drohne aus dem Hause DJI und ist die wohl beliebteste Reisedrohne. Diesen Rang könnte Ihr jetzt die Mavic Air strittig machen, denn sie ist noch kompakter und somit besser für Reisen geeignet. Lest Euch dazu den Bericht zum Vergleich zwischen der Mavic Pro und Mavic Air durch.

Der Osmo Mobile 2 ist keine Drohne, sondern ein elektrischer Smartphone-Stabilisator von DJI. Bisher waren diese immer recht kostspielig, wobei sie beim neuesten Modell auf Plastik gesetzt haben, was der Qualität jedoch keinen Abbruch tut. Smartphones sind heutzutage schon so gut, dass man damit die meisten Fotos und Videos aufnimmt – man hat es ja sowieso immer dabei. Um Videos noch professioneller und ansehnlicher aufnehmen zu können, ist solch ein Gimbal notwendig.

 

DJI Mavic Air hautnah!

Gekommen bin ich aber vorrangig wegen der neuen Mavic Air und ich wurde nicht enttäuscht. Das neueste Modell war in allen drei Farbvarianten vorhanden: Schwarz, Weiß und Rot. Für welche würdet Ihr Euch entscheiden? Ich denke, dass ich klassisch zu Schwarz tendieren würde. Die Verarbeitung und vor allem das Design sind sehr gelungen und sieht in allen drei Variationen spitze aus!

Natürlich habe ich alles ausprobiert, was im ausgeschalteten Zustand möglich war. Beim zusammenklappen ist es zum Beispiel ratsam, erst die hinteren Ausleger einzuklappen und danach die vorderen. Ansonsten stören die Gummifüße der hinteren Ausleger.

Zusammengeklappt würde ich die Mavic Air aber nicht ohne die mitgelieferte Transporttasche in den Rucksack packen. Kurz in die Jackentasche wäre noch in Ordnung. Mir geht es darum, dass die Propeller zwar an der Drohne anliegen, jedoch trotzdem die anfälligste Stelle darstellen, da die Spitzen an etwas hängenbleiben könnten. Deswegen sollte man sie immer möglichst sicher transportieren.

Das Gimbal Cover ist bei der Mavic Air einfacher anzubringen, als bei der Mavic Pro. Der Plastikschutz bei der Mavic Air ist trüb. Das Cover von der Mavic Pro ist klar und kann auch während des Fluges genutzt werden. Die Aufnahmen könnten dann aber durch zu viele Lichtreflexionen gestört werden.

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Nur Wifi, aber…

Die Mavic Air wird mittels Wifi (WLAN) mit dem Smartphone oder der Fernsteuerung verbunden, Occusync wird nicht geboten. Das war das Problem für mich, das mich etwas abgeschreckt hat. Wir alle kennen Wifi nur vom Smartphone bzw. Tablet in Verbindung mit einem Router. So kommen wir alle ins Internet mit unseren mobilen Geräten. Die maximale Sendeleistung ist gesetzlich vorgegeben, sodass sich die etlichen Signale nicht behindern. Internet über WLAN ist sowieso nur in einem relativ geringen Radius notwendig. So sind es oft nur bis zu 10-20 Meter innerhalb eines Gebäudes. Je mehr Wände dazwischen sind, desto geringer die Reichweite.

Mit dem Smartphone wird man eine Verbindung von bis zu 80 Metern erreichen, natürlich ohne Hindernisse zur Drohne.

Der Sender hat Richtantennen, die im besten Fall zur Drohne zeigen. So erzielt man die beste Verbindung. Der Sender hat eine maximale Reichweite von 4 Kilometern. Zwar schafft die Mavic Pro dank Occusync bis zu 7 Kilometern, aber wer fliegt schon so weit? Der Akku muss das ja auch durchhalten.
Zurück zur Mavic Air. 4 Kilometer wird man in Deutschland nicht erreichen, da die Gesetze die Maximale Reichweite vorgeben. Die Fernsteuerung reguliert die Sendeleistung selbstständig, je nach Gesetzeslage im jeweiligen Land. So kommt man in Deutschland theoretisch auf maximal 2,5 Kilometer.

Mittlerweile haben schon einige Leute die neue DJI und berichten von maximal 400-1500 Metern Reichweite. Einige haben schon ab 450 Metern Probleme mit der Verbindung, andere fliegen bis zu 1500 Meter, was schon längst außerhalb der Sichtweite ist. Das Problem an Wifi ist, dass es störanfällig ist. Innerhalb einer Stadt gibt es enorm viele Signale, welche die Verbindung stören. Diese mindern die Reichweite enorm. In der Wüste wird es sicherlich die beste Verbindung geben. Man sollte aber auch darauf achten, dass man nicht zu viele elektronischen Geräte bei sich hat, die ebenfalls stören könnten (Smartphone, Smartwatch,…).
In anderen Ländern gelten andere Gesetze. In den USA wird die Sendeleistung höher und die Verbindung somit stabiler sein.

 

Kurzer Testflug

Die neue Kameradrohne von DJI konnte ich ein einem quadratischen Käfig von etwa 5 Quadratmetern ausprobieren. Starten, lenken, drehen. Auf engstem Raum kommt das richtige Gefühl für die Drohne natürlich nicht rüber, aber sie reagiert dennoch direkt auf Befehle und ist sehr agil. Sogar die Landung in meiner Hand war möglich!

Von einem befugten Mitarbeiter wurde die Mavic Air aber auch richtig vorgeführt. Besonders gefallen haben mit die neue Hinderniserkennung “APAS” und die Gestensteuerung. Mithilfe von APAS bleibt die Drohne dank ihrer Sensoren nicht nur von einem Hindernis stehen, sondern umfliegt es auch selbständig und nimmt ihren Kurs wieder auf.
Die Gestensteuerung funktioniert wunderbar. Vom Starten, über die Höhe und Richtungen, bis hin zur Landung, lässt sich die Drohne ohne zusätzliche Fernsteuerung nutzen. Auch Fotos und Videos lassen sich durch bestimmte Handzeichen aufnehmen. Für schnelle Selfies ist die Gestensteuerung eine gelungene Sache!

 

Überraschungsgast: Ryze Tello powered by DJI

Ryze ist ein chinesisches Start-Up Unternehmen, welches die Tello herstellt. Sie nutzen Bausteine und den Vertriebsweg von DJI. Daher wird man oft von der DJI Tello lesen, da es so einfacher ist. Die Drohne nimmt Fotos bis zu 5 Megapixel auf und stabilisiert die 720p Live-Videoübertragung digital. Es besitzt das Vision Positioning System für stabiles Schweben und sichere Start und Landungen. Der Akku reicht für rund 13 Minuten und die Reichweite beträgt bis zu 100 Metern. Die kleine, 80g leichte Drohne ist eher für Kinder und Jugendliche gedacht. Spaß macht sie durch die 8D-Flips aber auf jeden Fall!

Über den Autor:

Metropolitan Monkey

4 Kommentare

  1. […]Ich durfte die Mavic Air in einer Art Käfig fliegen und Basics ausprobieren. Im Gegensatz zur Phantom 4 Pro ist sie zwar leiser, aber kleine Drohnen haben immer einen Nachteil, sie sind sehr schrill. […]

  2. […] Neue Erkenntnis dazu im neuen Beitrag zur Mavic Air! […]

  3. […] DJI Mavic Air habe ich Euch vorgestellt (–> zum Review) und einige von Euch liebäugeln schon stark mit Ihr. Im offiziellen DJI Online Store kostet sie […]

  4. […] kann. Vielleicht ist dies auch vorteilhaft für möglich Panoramen oder 360°-Aufnahmen. Die DJI Mavic Air hat es vorgemacht und gezeigt, dass eine Kamera optimal positioniert und auch das Gimbal ordentlich […]

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