YI Discovery – Low Budget 4K Action Cam

Von |2018-03-07T20:09:36+00:0014. Februar 2018|Action Cam|

YI hat es gar nicht angekündigt, doch es gibt eine neue Action Cam des chinesischen Herstellers: Die YI Discovery. Eine direkte Stellungnahme seitens YI können wir derzeit nicht erwarten, da sie gerade das chinesische Neujahr feiern. Herausgekommen ist dies dadurch, dass die YI Discovery schon in der Android App zu sehen ist.

>> Die YI Discover endlich auch bei Amazon

Ich fasse die Informationen zur Action Cam zusammen, die ich im Internet gefunden habe.

 

YI Discovery

Kommen wir erst einmal zu den klaren Fakten:

  • Allwinner V3 Prozessor
  • 8 Megapixel Sony IMX179 Bildsensor
  • 4K @20fps
  • 1080p @60fps
  • 8 Megapixel Fotos
  • 2″ Touchscreen
  • 2,4 GHz Wifi
  • f/2.4 Blende
  • 145° Weitwinkel
  • 900mAh Akku
  • mit optionalem Unterwassergehäuse 40 Meter wasserdicht
yi discovery action cam technology metropolitan monkey
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Zwischen YI 2K und YI Lite

YI hatte seinen Durchbruch mit der YI Action Cam und wurde zunächst über Xiaomi vertrieben. Als sie auf eigenen Beinen standen, war die Kamera als YI 2K bekannt. Diese Budget Action Cam bekam einen direkten Nachfolger: Die YI Lite. Sie hat bessere Hardware, als die YI 2K, aber ist dennoch relativ günstig. Mit dem Display war sie dann aber interessanter, als die erste YI.

Nun scheint es so, als ob der Hersteller ein weiteres Modell für den unteren Preisbereich auf den Markt wirft. Sie ist mit unter 50€ ähnlich günstig, wie die YI 2K, doch etwas besser ausgestattet. Vergleicht man die Spezifikationen der YI Discovery mit der YI Lite, erkennt man deutliche Unterschiede in der Hardware. Die Videoauflösungen sind dennoch gleich.

 

Teardown – YI Discovery auseinandergenommen

Folgende Bilder des Teardowns de YI Discovery habe ich bei den italienischen Kollegen von Actioncam Italia gefunden. Das das Logo auf der Cam anders aussieht, als auf anderen Bildern, gehe ich von einem Prototypen aus.

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Ein weiteres Bild habe ich aus dem Forum von GoPrawn. Da sieht man auch deutlich, dass der USB-Anschluss und die microSD-Karten Slot nicht mehr verdeckt sind, sondern seitlich offen sind.

 

YI Discovery vs. YI Lite

Der 16 Megapixel Sony IMX206 Bildsensor in der YI Lite verhilft der Action Cam zu einer doppelt so hohen Fotoauflösung, als in der YI Discovery (16MP vs. 8MP). Die Videoauflösung ist bei beiden bis maximal 4K – ebenfalls bei beiden nur bis zu 20fps, also unbrauchbar. 1080p mit 60fps sind da schon interessanter für die meisten Nutzer, was beide Kameras beherrschen.
Die YI Lite hat mit 150° einen größeren Weitwinkel, als die YI Discovery mit 145°, aber diese 5° sind sicherlich nicht der Rede wert. Dafür punktet die YI Discovery mit einem lichtstärkeren Objektiv mit einer f/2.4 Blende, wohingegen die YI Lite “nur” eine Blende von f/2.8 besitzt. In dunklen Szenen macht sich das sicher bemerkbar.

Beide Cams beherrschen WIFI, doch neben 2.4Ghz kann nur die YI Lite auf 5Ghz umschalten. Von der elektronischen Bildstabilisierung “EIS” und Bluetooth ist bei der YI Discovery leider gar nicht zu lesen – die YI Lite kann das. Die Bildstabilisierung ist schon wünschenswert für eine Action Cam. Aber das macht wohl den Preisunterschied aus, denn etwas muss die Cams ja unterscheiden.

 

Ersatz für die YI 2K

Soll sich die neue YI Discovery nun zwischen YI 2K und YI Lite positionieren oder die YI 2K komplett ersetzen? Letzteres wäre eher denkbar, den mit dem Display ist die Kamera besonders für Einsteiger attraktiv, was bei der alten YI 2K bekanntlich fehlte. Die Bedienung einer Action Cam über ein Display, besonders mit Touchscreen, ist viel einfacher und intuitiver. Für den Preis von unter 50€ wird die YI Discovery sicherlich die präferierte Wahl für viele, die nach einer Alternative für die GoPro suchen.
Angefangen im italienischen und spanischen Amazon Shop, gibt es sie auch endlich im deutschen Amazon Shop.

Das sind alles nur Fakten anhand des Datenblatts. Ob die YI Discovery in der Praxis auch wirklich überzeugen kann, wird sich schon bald zeigen. Ich bin kein Fan des Allwinner V3 von 2015, aber durch ihn ist der günstige Preis zu realisieren.
Lassen wir uns doch mal überraschen und bleiben unvoreingenommen.

Über den Autor:

Metropolitan Monkey

15 Kommentare

  1. Sven K 14. Februar 2018 um 13:25 Uhr - Antworten

    Mit Allwinner V3? Ungewöhnlich, da sie bisher ausschließlich auf Ambarella setzten.
    Bin mal auf Vergleichsvideos gespannt.
    Nach der Yi 1, GitUp 2 und DV760S wird meine Nächste sicher die Yi 4K, oder gar die 4K Plus.

    • Metropolitan Monkey
      Metropolitan Monkey 14. Februar 2018 um 18:42 Uhr

      Ja, ungewöhnlich für YI mit dem Allwinner V3, aber so ist sie günstiger.
      Die YI 4K und YI 4K+ finde ich auch sehr empfehlenswert. Bei der YI 4K ist aber der Bildstabilisator nicht die Wucht, das geht besser.

    • Android
      Android 16. Februar 2018 um 1:58 Uhr

      Sven, wenn du upgratest, dann nehme doch lieber gleich die YI 4k +.

    • Sven K 19. Februar 2018 um 10:57 Uhr

      Ich frage mich nur, warum die 4K+ kein H265 unterstützt. Die CPU Ambarella H2 ist jedenfalls dazu fähig.
      Würde sie zu warm werden oder sinkt die Akku Laufzeit zu sehr? Encodierung in H265 ist jedenfalls viel rechenintensiver als in H264.

    • Sven K 20. Februar 2018 um 7:52 Uhr

      Yi 4K+ bei Amazon Prime im Blitzangebot für nur 229 Euro inkl. Gehäuse!
      Ich schlag zu!

      -> https://www.amazon.de/YI-Touchscreen-geb%C3%BCndelt-wasserdichtem-Sprachbefehl/dp/B06Y2CYTGB/

    • Sven K 20. Februar 2018 um 11:45 Uhr

      Beitrag brauch nicht mehr freigeschaltet werden. Ist nun eh vorbei…

    • Sven K 7. März 2018 um 12:55 Uhr

      Nun bin ich verwirrt.
      Laut einem Angebot bei geegbuying ist die Kamera mit einer eigens dafür entwickelten YI-A9SE100 CPU ausgestattet. Das suggeriert eine Ambarella A9 CPU, was angesichts des Preises und der Leistungsdaten eigentlich nicht sein kann.

      -> https://www.geekbuying.com/item/YI-Discovery-Yi-A9SE100-Sony-IMX179-2-0-Inch-LCD-Action-Camera-393203.html

    • Sven K 7. März 2018 um 12:57 Uhr

      In dem geekbuying Angebot ist außerdem vom Sony IMX179 statt IMX206 die Rede?

    • Sven K 7. März 2018 um 13:02 Uhr

      Krass, bei Amazon ist sie 20 Euro günstiger als bei geekbuying (47 statt 67 Euro).

      -> https://www.amazon.de/YI-Discovery-Touchscreen-Weitwinkel-Batterie/dp/B078XT32MR

    • Metropolitan Monkey
      Metropolitan Monkey 7. März 2018 um 13:08 Uhr

      Ist doch erfreulich mit dem Preis! :) Teurer sollte sie auch nicht sein.
      Die Technischen Daten bei Geekbuying sind vielleicht falsch recherchiert. Das Tear-Down der YI Discovery hat ja gezeigt, was in ihr steckt. Dass es ein eigener Sensor sein soll, habe ich aber auch gelesen, bei dem Preis aber sicherlich nicht realisierbar.

  2. Scherry 17. Februar 2018 um 15:51 Uhr - Antworten

    Rein vom Datenblatt würde ich selbst Anfängern eher zur yi lite raten. Der Hersteller an sich baut gute Kameras.

    • Metropolitan Monkey
      Metropolitan Monkey 17. Februar 2018 um 16:13 Uhr

      Ja, das denke ich auch. Wer sich dafür interessiert und eine YI bevorzugt, dann ist die YI Lite ein guter Einstieg.
      Die YI Discovery jedoch punktet beim Preis. YI baut qualitativ sehr gute Kameras und eine YI mit einem Touchscreen für nur rund 50 Euro kann man als Unwissender wohl kaum widerstehen. Zudem wird auch mit 4K geworben und viele Interessenten kaufen dann blindäugig. Aber dafür haben wir ja diese Seite hier und unsere Community ;)

    • Sven K 19. Februar 2018 um 10:46 Uhr

      Die 4K@20fps dürften echt sein. Der verwendete CMOS Sony IMX206 kann sogar mehr, der Allwinner V3 aber nicht. Wenigstens sind es keine gefaketen 30 fps. In 20 fps würde ich aber nicht filmen. 30 fps sollten es schon sein.

    • Metropolitan Monkey
      Metropolitan Monkey 19. Februar 2018 um 22:53 Uhr

      Ja, die 4K sind echt. Aber mit nur 20fps absolut nicht brauchbar, wie Du selbst schon sagst. Das Bild wird einfach nicht flüssig und das braucht niemand.

  3. Zackbumm 3. März 2018 um 4:25 Uhr - Antworten

    Auf Youtube habe ich mir Video-Vergleiche zwischen 4k@20fps und 1080p@60fps (mit der Yi Lite gedreht) angeschaut: Jogger und Radfahrer. Die 20 fps sahen ganz und gar nicht unbrauchbar geschweige denn “absolut nicht brauchbar” aus. Ich selbst filme mit der RX100, RX100III und im Vollformat mit der A7II mit 50 fps weil die Mehrdaten zu 25 fps zu vernachlässigen sind (nein, die verdoppeln sich nicht) und weil es mit den großen Sensoren kein Problem ist, also “weil ich es kann”. Der klassische Kinofilm hat jedoch auch nur 24 fps und da hat nie jemand von ruckelig gesprochen. Interessant fand ich, dass die 4k-Aufnahmen mit 20 FPS sichtlich schärfer wirkten, obwohl ich sie auf einem “Nur”-Full-HD-Monitor (allerdings ein guter Eizo) betrachtete.

    Ich habe daraufhin mit meiner Yi 2k ein paar Testfilme mit 2k@25fps und 1080p@60fps gedreht. Kamera auf Stativ, ich davor winkend und mich auf dem Schreibtischstuhl drehend. Auf dem Full-HD-Monitor waren in diesem Fall keine Unterschiede in der Schärfe feststellbar, weder in bewegten, noch in statischen Bildbereichen. Erschreckenderweise konnte ich bei normalen Bewegungen im Bild, also keine Hochgeschwindigkeits-Action, aber auch keinen Vorteil der 60fps erkennen, dafür den Nachteil, dass die Files trotz niedrigerer Pixelauflösung bei gleichem Inhalt und gleicher Länge fast doppelt so groß waren.

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