Apple hat das iPad mini so stark überarbeitet wie seit Jahren nicht mehr. Das neue Modell für 2026 bekommt erstmals ein OLED-Display, wächst auf 8,5 Zoll, wird gleichzeitig dünner und deutlich leichter und übernimmt mit dem A20 Pro einen Chip aus Apples aktueller Spitzenklasse. Dazu kommen IP67, Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und erstmals eine optionale Nanotextur-Oberfläche.

Der Haken steckt beim Preis. Das Vorgängermodell mit A17 Pro startete 2024 noch bei 599 Euro. Für das neue iPad mini verlangt Apple mindestens 749 Euro. Wer morgen, am 28. Oktober, vorbestellen möchte, sollte deshalb genauer hinschauen, ob OLED und die neue Hardware wirklich 150 Euro Aufpreis wert sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das neue iPad mini lässt sich ab 28. Oktober 2026 vorbestellen.
  • Verkaufsstart ist am 6. November.
  • Der Preis steigt von früher 599 auf mindestens 749 Euro.
  • Neu sind 8,5 Zoll OLED, bis zu 1.200 Nits HDR-Spitzenhelligkeit und optional Nanotexturglas.
  • Der A20 Pro ersetzt den A17 Pro.
  • Das Wi-Fi-Modell wiegt nur noch 255 statt 293 Gramm.
  • Mit 5,4 statt 6,3 Millimetern ist es deutlich dünner.
  • Neu sind IP67, Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread.
  • ProMotion mit 120 Hz gibt es weiterhin nicht.
  • Für Besitzer des A17-Pro-Modells lohnt sich das Upgrade nicht automatisch.

iPad mini 2026: Preis und Release in Deutschland

Apple öffnet die Vorbestellungen am Mittwoch, den 28. Oktober 2026. Ausgeliefert wird das iPad mini ab Freitag, dem 6. November.

Das Wi-Fi-Modell beginnt mit 128 GB bei 749 Euro. Die Cellular-Version startet bei 919 Euro. Angeboten werden 128, 256 und 512 GB sowie die Farben Mitternacht und Polarstern.

Damit verteuert Apple sein kleinstes iPad deutlich. Das iPad mini mit A17 Pro wurde 2024 noch ab 599 Euro angeboten. Der Einstiegspreis steigt also um 150 Euro.

Neues iPad mini 2026 mit 8,5 Zoll OLED Display
Bild: Apple

OLED ist die größte Veränderung

Der wichtigste Unterschied liegt ohne Frage beim Display. Das bisherige 8,3-Zoll-LCD wird durch ein 8,5 Zoll großes Super Retina XDR Display mit OLED-Technologie ersetzt.

OLED Display des neuen iPad mini
Bild: Apple

Durch 24 Prozent schmalere Ränder bleibt das Gehäuse trotzdem sehr kompakt. Die Auflösung beträgt 2.316 × 1.512 Pixel bei weiterhin 326 ppi.

OLED bringt vor allem echtes Schwarz und einen deutlich höheren Kontrast. Apple nennt ein Kontrastverhältnis von 2.000.000:1. Die maximale Vollbildhelligkeit liegt bei 600 Nits. Bei HDR-Inhalten sind kurzzeitig bis zu 1.200 Nits möglich. Das alte iPad mini kam auf maximal 500 Nits.

Auch am anderen Ende der Skala hat Apple gearbeitet. Das Display kann bis auf 1 Nit herunterregeln. Wer abends im Bett liest, dürfte davon tatsächlich mehr merken als von noch höheren Spitzenwerten.

Nanotexturglas kommt erstmals zum iPad mini

Bei den Varianten mit 256 oder 512 GB lässt sich das Display optional mit Nanotexturglas bestellen. Die Oberfläche reduziert Reflexionen in sehr hellen Umgebungen.

Das klingt attraktiv, ist aber keine automatische Empfehlung. Wer das iPad überwiegend zuhause verwendet, bekommt bereits mit dem normalen OLED-Panel ein stark entspiegeltes Display. Nanotextur ist vor allem für Nutzer interessant, die regelmäßig draußen oder unter sehr hellem Kunstlicht arbeiten.

Der überraschende Haken: weiterhin kein ProMotion

So groß der Display-Sprung ist, Apple hält weiterhin Abstand zum iPad Pro. Das neue iPad mini bekommt keine ProMotion-Technologie und damit kein adaptives 120-Hz-Display.

Das Panel bleibt bei maximal 60 Hz.

Gerade bei einem Startpreis von 749 Euro ist das wahrscheinlich der größte Kritikpunkt. OLED sorgt für deutlich bessere Schwarzwerte und Kontrast, beim Scrollen wirkt ein 120-Hz-Display aber sichtbar flüssiger.

Wer bereits ein iPhone Pro oder iPad Pro verwendet, wird diesen Unterschied eher bemerken als jemand, der von einem normalen 60-Hz-iPad kommt.

A20 Pro: deutlich schneller als A17 Pro

Im Inneren arbeitet Apples A20 Pro. Gegenüber dem A17 Pro verspricht Apple bis zu 60 Prozent mehr Multicore-CPU-Leistung, bis zu 2,7-mal schnellere Grafik und bis zu 4,5-mal mehr KI-Leistung.

Interessant ist allerdings eine Besonderheit bei den Speicherstufen.

Die Modelle mit 128 und 256 GB besitzen eine 5-Core-CPU. Erst das 512-GB-Modell bekommt eine 6-Core-CPU und zusätzlich eine zweite 16-Core Neural Engine.

Für typische Aufgaben wie Safari, Streaming, Notizen oder Office spielt das kaum eine Rolle. Wer lokal KI-Modelle ausführen, große Bilder bearbeiten oder anspruchsvolle Kreativ-Apps verwenden möchte, sollte diese Abstufung aber kennen.

5,4 Millimeter und nur noch 255 Gramm

Beim Gehäuse passiert überraschend viel. Das Wi-Fi-Modell wiegt nur noch 255 Gramm. Der Vorgänger brachte 293 Gramm auf die Waage.

Auch die Dicke sinkt von 6,3 auf lediglich 5,4 Millimeter.

Das klingt auf dem Datenblatt nach wenig, ist bei einem Tablet dieser Größe aber deutlich spürbar. Gerade das Gewicht war immer einer der Hauptgründe für ein iPad mini. Das neue Modell baut diesen Vorteil weiter aus.

Erstmals wasserfest nach IP67

Noch wichtiger könnte IP67 werden. Das iPad mini ist jetzt gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen geschützt.

Apple nennt bis zu einen Meter Wassertiefe für maximal 30 Minuten unter Laborbedingungen.

Das macht daraus natürlich kein Unterwasser-Tablet. Für Lesen am Pool, Arbeit draußen oder ein versehentlich umgekipptes Getränk ist die zusätzliche Absicherung aber willkommen.

Neues iPad mini mit IP67 Schutz gegen Wasser und Staub
Bild: Apple

Wi-Fi 7, Bluetooth 6, Thread und C2

Apple verbaut seinen N1-Chip. Damit unterstützt das iPad mini Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread.

Bei der Cellular-Version kommt zusätzlich Apples C2-Modem zum Einsatz. Apple verspricht damit bis zu 50 Prozent schnellere Mobilfunkdaten als beim Vorgänger bei gleichzeitig höherer Energieeffizienz.

Eine physische SIM-Karte gibt es nicht. Die Mobilfunkvariante arbeitet ausschließlich mit eSIM.

iPad mini 2026 vs. iPad mini A17 Pro

Merkmal iPad mini 2026 iPad mini A17 Pro
Display 8,5″ OLED 8,3″ LCD
Bildrate 60 Hz 60 Hz
Chip A20 Pro A17 Pro
Dicke 5,4 mm 6,3 mm
Gewicht Wi-Fi 255 g 293 g
Schutz IP67 keine IP-Klassifizierung
WLAN Wi-Fi 7 Wi-Fi 6E
Startpreis 749 Euro 599 Euro bei Marktstart

Für wen lohnt sich das neue iPad mini?

Wer noch ein älteres iPad mini der sechsten Generation oder früher nutzt, bekommt einen sehr großen Sprung. OLED, A20 Pro, Apple Pencil Pro, mehr Speicher, bessere Funktechnik und das deutlich leichtere Gehäuse verändern das Gerät spürbar.

Beim A17-Pro-Modell von 2024 ist die Entscheidung schwieriger.

OLED ist sichtbar besser und das geringere Gewicht angenehm. Leistungsmangel hat das A17-Pro-Modell aber auch 2026 nicht. Dazu bleibt die Bildwiederholrate unverändert bei 60 Hz.

Deshalb würden wir von einem A17 Pro nicht automatisch wechseln. Wer dagegen jetzt neu kauft und das kleine Format bewusst möchte, bekommt mit dem neuen Modell das mit Abstand beste iPad mini bisher.

Apple iPad mini mit A20 Pro

Aktuelle Generation

Apple iPad mini mit A20 Pro

Neues 8,5-Zoll-iPad-mini mit OLED, A20 Pro, IP67, Wi-Fi 7 und Apple-Pencil-Pro-Unterstützung. Preisreferenz: ab 749 Euro.

iPad mini ansehen

Fazit: Fast ein kleines iPad Pro, aber ohne ProMotion

Apple verändert beim iPad mini diesmal erstaunlich viel. OLED, weniger Gewicht, ein dünneres Gehäuse, IP67 und A20 Pro sind echte Verbesserungen und keine reine Modellpflege.

Der Preis von 749 Euro verschiebt das Gerät allerdings deutlich nach oben. Und ausgerechnet bei 120 Hz zieht Apple weiterhin eine klare Grenze zum iPad Pro.

Für Neukäufer, die bewusst das kleine Format suchen, ist das neue iPad mini trotzdem sehr attraktiv. Besitzer des A17-Pro-Modells können dagegen entspannt bleiben. Das neue Display ist schön, aber nicht automatisch 749 Euro schön.

Häufige Fragen zum iPad mini 2026

Wann erscheint das neue iPad mini?

Vorbestellungen starten am 28. Oktober 2026. Die Auslieferung beginnt am 6. November.

Was kostet das iPad mini 2026?

Das Wi-Fi-Modell startet mit 128 GB bei 749 Euro. Wi-Fi + Cellular beginnt bei 919 Euro.

Hat das iPad mini jetzt OLED?

Ja. Apple verwendet erstmals ein 8,5 Zoll großes OLED-Panel im iPad mini.

Hat es 120 Hz?

Nein. Trotz OLED bleibt das Display bei maximal 60 Hz.

Ist es wasserdicht?

Apple klassifiziert das Gerät nach IP67. Das schützt gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen unter definierten Laborbedingungen.

Lohnt sich das Upgrade vom A17 Pro?

Für die meisten Nutzer nicht zwingend. Das neue Modell ist leichter, dünner und hat das deutlich bessere OLED-Display, das A17-Pro-Modell bleibt aber schnell und unterstützt ebenfalls Apple Pencil Pro und Apple Intelligence.

Quellen und Stand

  1. Apple Deutschland Newsroom: „Apple bringt das bisher größte Update für das iPad mini“, 26. Oktober 2026.
  2. Apple Deutschland: Technische Daten des iPad mini mit A20 Pro.
  3. Apple Deutschland Newsroom: iPad mini mit A17 Pro, Oktober 2024.

Informationsstand: 27. Oktober 2026, 13:46 Uhr.

Bildnachweise: Apple Newsroom. Offizielles Pressematerial aus dem Media-Paket zur Vorstellung des iPad mini.