Dyson – Innovationen bis ins kleinste Detail

23. September 2015 • Gadgets

Facebook
YouTube
INSTAGRAM

Auf der IFA habe ich unter anderem den Stand von Dyson besucht. Wer kennt ihn nicht, den Werbeslogan : “Dyson. Der Staubsauger ohne Saugkraftverlust.

Wie komme ich dazu, Dyson zu besuchen?
Bisher habe ich einen Staubsauger, der auch schon ohne Staubbeutel funktioniert. Nach zweimaligem Saugen der Wohnung sinkt die Saugkraft rapide. Staub und anderer Dreck verfängt sich im Inneren und die Filter müssen zu oft ausgeklopft bzw. ausgewaschen werden. Ist das bei Dyson wirklich anders?

Dysons Stand auf der IFA war einladend, überall standen die Staubsauger und in die Wände eingelassene Bildschirme veranschaulichten die Technik. Also rein ins Getümmel und ausprobieren! Da ich nicht der einzige Interessierte war, musste ich warten, bis auch ich einen Staubsauger in die Hände bekommen habe. In der Zwischenzeit habe ich mich umgeschaut und festgestellt, dass bei Dyson auch geblasen wird. Damit meine ich, dass nicht nur staubgesaugt wird, wie man es von Dyson kennt, sondern auch Ventilatoren von Dyson hergestellt werden – ohne sichtbare Rotoren! Sieht sehr stylisch aus und macht trotzdem ordentlich Wind.

Dyson Cool MetropolitanMonkey

Wie funktioniert die Technik ohne Rotor?
So ganz ohne Rotor geht es dann doch nicht. Der Rotor ist in diesem Fall nur nicht sichtbar und versteckt sich im Standfuß des Ventilators namens Air Multiplier (AM06). Durch die Perforation im Fuß wird Luft angesogen und in den Ring gedrückt wird. Im Ring befindet sich rundherum ein schmaler Schlitz, wodurch die Luft über eine tragflächenähnliche Schräge nach vorn kanalisiert wird. Der Clou dabei ist, dass des der Luftstrom, der durch den Dyson erzeugt wird, die umliegende Luft ansaugt und so um das 15-fache verstärkt. So wird der Luftstrom energiesparend und dennoch kraftvoll erzeugt. Die herausströmende Luft bewegt sich zudem gleichmäßig, da keine Rotorblätter vorhanden sind. Und aus dem gleichen Grund ist der Dyson AM sicher und einfach zu reinigen.

Wie bei anderen Ventilatoren auch, kann man den Air Multiplier rotieren lassen. Zudem lässt sich der Ring ganz leicht kippen, um den Luftstrom nach seinen Bedürfnissen auszurichten.
Ausschließlich über die Fernbedienung lassen sich Einstellungen wie Windstärke (10 Stufen) und Rotation einstellen. Einen Timer kann man auch stellen, der großzügige Einstellungsmöglichkeiten von 15min-9Std. zulässt.

Dyson Cool Resonator MetropolitanMonkey

Ein wichtiges Kriterium bei Ventilatoren ist die Lautstärke. Jetzt könnte man denken, dass der Dyson Air Multiplier keine Geräusche von sich gibt, dem ist aber nicht so. Der innere Motor mit dem neunblättrigen Rotor ist tatsächlich relativ laut und würde ein hochfrequenten Pfeifton von sich geben. Dies haben die Ingenieure aber wirklich gut in den Griff bekommen. Durch den so genannten Helmholtz-Resonator wird der Großteil der Motorgeräusche schon im Gerät neutralisiert und die Luftkanäle sind so optimiert, dass der Luftstrom leiser durch das Gerät geleitet wird.

Dyson Modelle MetropolitanMonkey

Es gibt verschiedene Modelle: Tisch-, Turm- und und Standventilatoren, rund und Oval. Zusätzlich Funktionen hatten einige auch, wie zum Beispiel Luftreinigung mit integriertem Filter oder sogar oder mit Heizfunktion (Hot + Cool). Bei Letzterem kann durch den Jet Focus ein schmaler (direkt, persönlich) oder ein breiter Luftstrom (gleichmäßig ganzer Raum) erzeugt werden. Realisiert wird dies durch zwei unterschiedlich angeordnete Luftschlitze.

Beim herumstöbern ist mir dann ein weiterer Ventilator aufgefallen, bei dem noch Rauch herausströmte. Bei näherem hinsehen und lesen wurde dann klar, dass es sich dabei um einen Luftbefeuchter handelt – den Dyson Humidifier (AM10).

Dyson Humidifier Nebel MetropolitanMonkey

Bevor ich näher auf den Luftbefeuchter eingehe, eine kurze Erklärung. Besonders im Winter ist die Luft sehr trocken, da viel geheizt wird und die relative Luftfeuchtigkeit sinkt unter den empfohlenen Wert von 40%. Dadurch können die Atemwege austrocknen und Erkrankungen hervorgerufen werden. Dem kann mit einem Luftbefeuchter entgegengewirkt werden, der dem Raum Feuchtigkeit über Verdampfung/Verdunstung hinzufügt.

Kommen wir nun zum Dyson AM10 und dessen Funktionsweise. Wie bei den anderen Produkten steckt auch hier wieder ausgeklügelte Technik drin. Erst einmal sei gesagt, das der AM10 ein 2in1 Gerät ist. Einerseits ist er ein Ventilator, wie der Am06. Dazu muss ich jetzt nicht noch einmal alles erklären. Andererseits beinhaltet er die Luftbefeuchter-Funktion, welche dieses Gerät ausmacht.
In den Standfuß kann einfaches Leitungswasser eingefüllt werden, welches dann als feiner Nebel an die Umgebung abgegeben wird. Soweit ist noch nichts innovatives dabei. Bei herkömmlichen Luftbefeuchtern wird Wasser verdampft und in die Luft abgegeben und man muss selbst darauf achten, dass es nicht zu feucht wird. Wenn es zu feucht wird, können sich Keime besser entfalten und es entsteht Schimmel. Stichwort Keime: Die im Wasser befindlichen Keime sind bleiben auch im verdampften Wasser bestehen und werden finden dann leider den direkten Weg in unsere Lunge. Das darf nicht sein! Klar, man kann destilliertes Wasser kaufen, hat man aber nicht immer parat und ist teurer, als das Wasser aus der Leitung.

Dyson Humidifier UV Cleanse MetropolitanMonkey

Hier spielt der Dyson AM10 seine Stärken aus. Das eingefüllte Wasser wird in einer Kammer, im Inneren des Gerätes, 3 Minuten lang UVC Strahlen (Ultraviolet Cleanse Technologie) ausgesetzt und tötet so 99,9% der Bakterien ab. Daraufhin erst wird es als Nebel an den Raum abgegeben und garantiert so einen unbedenkliches Atmen. Für die optimale Verteilung der Feuchtigkeit im Raum sorgt die Ventilator-Funktion. Auch hier wieder mit der Air Multiplier Technologie.

Dyson AM10 multiplier MetroplitanMonkey
Dyson AM10 Querschnitt MetropolitanMonkey

Damit der Raum nun nicht zu feucht wird, kann der Humidifier über Sensoren die Feuchtigkeit und die Temperatur des Raumes ermitteln und so die optimale Menge an Feuchtigkeit abgeben. Zu feuchte Luft entsteht somit keinesfalls!
Via Fernbedienung kann die Drehbewegung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Stärke des Luftstroms gesteuert werden.
Da der Humidifier, also der Luftbefeuchter, auch alleinstehend als Ventilator fungiert, kann er das ganze Jahr über genutzt werden.
Interessant ist vor allem, dass der herausströmende Nebel keineswegs feucht ist. Ich halte die Hand direkt in den Nebel und es setzt sich überhaupt keine Feuchtigkeit ab, es ist nichts zu spüren.

So, nun aber zurück zu den Staubsaugern. Endlich waren nun auch welche frei. Ja, saugstarke und interessant aussehende Modelle gab es zu sehen. Kabelgebundene Bodenstaubsauger, aber auch kabellose Handstaubsauger. Ihr kennt mich mittlerweile – ich bevorzuge Kabelloses. So bin ich zum Dyson V6 gekommen. Hört sich an wie Motor, nicht wahr?! Sieht auch so ähnlich aus.

DYSON_V6_MetropolitanMonkey

Ein Staubsauger ohne Kabel bedeutet Freiheit. Keine Begrenzung der Entfernung zur Steckdose, keine Stolperfalle für Andere. Aufgrund des Aufbaus bietet der V6 zudem eine hohe Flexibilität, da nichts hinterhergezogen werden muss. Man hält den Motor sozusagen in der Hand und hat am anderen Ende des Rohrs den passenden Aufsatz für den jeweiligen Einsatzort. Sehr handlich und leicht zu bedienen. Wie bei einer Bohrmaschine ist am Griff ist der Knopf, der den Saugvorgang startet. Lässt man diesen wieder los, saugt der Dyson nicht mehr. Es ist also kein einfacher Ein- und Ausschalter. So spart man Strom, während man zum Beispiel Möbel verrückt und schont den Akku, da dieser nur eine maximale Laufzeit von 20 Minuten pro Ladung bietet. Beim meinem bisherigen Kabelgebundenen läuft der Staubsauger immer weiter, während ich etwas verschiebe. Zudem ist meiner auch wirklich laut. Der Dyson V6 gibt natürlich auch Geräusche von sich, ist aber allemal leiser als mein jetziger.
Die 15 Zyklone, die in zwei Reihen parallel arbeiten, erzeugen einen sehr starken Luftstrom und nehmen so feinsten Staub und Allergene auf. In einigen Modellen ist ein effizienter Nachmotorfilter und ein Versiegelungssystem verbaut, sodass die Ausblasluft des Gerätes sauberer ist, als die Atemluft im Raum. Nachdem man mit de Staubsaugen fertig ist, wird der Behälter an der Unterseite per Knopfdruck geöffnet und kann entleert werden. Während der Schmutz und Staub herausfällt, sollte man darauf achten, dass so wenig wie Möglich wieder in der Umgebung herumfliegt. Ganz verhindern lässt sich das leider mit den beutellosen Staubsaugern noch nicht.

Dyson V6 MetropolitanMonkey

Es gibt verschiedenen Modelle des V6 mit unterschiedlicher Ausstattung. So gibt es eine Teppichbodendüse mit einer elektrisch angetriebenen Teppichbürste, die sich nicht erst durch die manuelle Bewegung des Staubsaugers mitdreht. So soll auch tiefsitzender Schmutz entfernt werden. Die Hartbodendüse hat eine ebenfalls elektrisch angetriebene Softwalze, welche sowohl groben Schmutz aufnimmt, als auch feinen Staub. Dann gibt es noch eine Parkettbodendüse und andere Aufsätze, die das Saubermachen angenehmer machen sollen. Auch gibt es einen kurzen Aufsatz, sodass man bequem sein Auto von innen aussaugen kann und nicht extra zur Tankstelle fahren muss.

V6_Fluffy_Light_and_Balanced.ashx
V6 Aufsätze MetropolitanMonkey

Mir wurden zum Testen Frühstückscerealien und Erde jeweils auf einen Hart- und Teppichboden verstreut. Mit der Softwalze und der Teppichbürste ging alles reibungslos, der Boden und Teppich waren direkt sauber. Die Handhabung ist sehr sehr einfach.
Wie oben schon erwähnt, sehe ich das Entleeren aber leider noch kritisch. Drückt man den Knopf zum entleeren, fällt der Inhalt aus dem Behälter und gibt wieder Feinstaub an die Luft ab. Und das, bei der tollen Technik, die einem geboten wird.
Der Behälter scheint mir mit 0,4L etwas klein. Man sollte also öfter saugen, damit sich nie zu viel Staub und Schmutz auf einmal ansammelt.

Dyson V6 Wallmount

Bei allen V6 Bodenstaubsaugern ist eine Wandhalterung dabei. Diese finde ich ziemlich praktisch. Man benötigt nur eine passende Platz in einem beliebigen Zimmer, an dem auch eine Steckdose zu erreichen ist. Der Staubsauger wird eingegangen und das Kabel zum Laden des Akkus angesteckt.
Für die Technologie und den Namen muss aber auch entsprechend gezahlt werden. Man erhält zwei Jahre Herstellergarantie, ich würde aber darauf hoffen, dass mich solch ein Staubsauger mehrere Jahre begleitet. Hier denke, dass man einmal ordentlich investieren sollte, als mehrmals günstig.

Ich denke, das dies genug zu Dyson ist, auch wenn ich immer weiterschreiben könnte. Es ist einfach ein Alltagsprodukt, welches auch zuverlässig und zufriedenstellend funktionieren sollte. Das Design und die Handhabung machen zwar Lust auf Staubsaugen, doch jeder möchte es wohl schnell und gründlich hinter sich bringen und seine Zeit anderweitig nutzen.

Was ist Eure Meinung zu den Produkten von Dyson? Falls Ihr mehr Informationen zu den Verschiedenen Produkten sucht, dann schaut Euch auf der übersichtlichen Website von Dyson (Dyson.de) um.




4 Antworten zu Dyson – Innovationen bis ins kleinste Detail

  1. McJohn sagt:

    Kanntest du das Video noch nicht? 😀

  2. doc.house sagt:

    Cooler als sowas ist der irobot. Auch kabellos und
    macht seine Sache ohne dass ich mehr tun muss,
    als das Gerät einzuschalten und nachher das
    Aufgesaugte zu entleeren. Besitze ich seit drei Jahren.
    Es gibt nichts besseres.

    • Ja, habe immer das Gefühl bei solchen Robotern, dass die wahllos über den Boden fahren. Im besten Fall macht der dann auch noch sauber und verteilt den Dreck nicht 😀

      Deine Erfahrung scheint ja sehr positiv zu sein. Fährt der nach einem System?

Schreibe einen Kommentar

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen