Ich merke gerade bei mir selbst: Ich greife zum Handy, obwohl ich nur kurz etwas nachschlagen oder zwei Seiten lesen will. Und zack, sind 20 Minuten weg.

Boox Palma 2 Pro im Überblick

Der Boox Palma 2 Pro ist ein smartphonegroßes E-Ink Gerät, das sich wie ein kleines Handy anfühlt, aber eigentlich ein Reader ist. Neu beim Pro: Farb-E-Ink (Kaleido 3), Android 15 mit Play Store, Stylus-Support und vor allem SIM Slot für mobile Daten. Preislich liegt er bei 399,99 Euro.

Boox Palma 2 Pro Spezifikationen Übersicht

Quelle: Boox

Globale Review-Essenz

Internationale Reviews sagen ziemlich einheitlich: Das Ding ist vor allem wegen seiner Größe so verführerisch. Es passt wirklich in Jacke oder Hosentasche, und genau das macht es im Alltag „greifbarer“ als ein normaler E-Reader.

Der große Streitpunkt ist aber ebenso klar: Farbe kostet Lesekomfort. Mehrere Stimmen finden, dass das Display der Pro-Variante im Vergleich zu den Schwarzweiß-Palma-Modellen „grauer“ wirkt und weniger knackig ist. Einige empfehlen deshalb für reines Lesen eher den Palma 2.

Stärken

  • Pocket-Format, das wirklich genutzt wird: Viele Reviewer beschreiben den Palma 2 Pro als das Gerät, das man wirklich mitnimmt, weil es nicht nervt.
  • Android statt Gefängnis-Ökosystem: Kindle, Kobo, Pocket, RSS, Notizen, sogar Messenger, wenn du willst.
  • 5G Daten per SIM: Das ist für mich der heimliche Gamechanger, weil du unterwegs Artikel laden kannst, ohne Hotspot-Gefummel.
  • Stylus für schnelle Notizen: Markieren, kritzeln, To-do aufschreiben. Für viele ist das der Punkt, an dem der Palma vom Reader zum Alltagswerkzeug wird.

Schwächen

  • Farbe ist nur „okay“: 300 ppi in Schwarzweiß, aber nur 150 ppi in Farbe. Comics und Grafiken gehen, wirken aber nicht wie Tablet-Wow.
  • Nicht wirklich ein Handy-Ersatz: Telefonieren ist nicht der Fokus, E-Ink bleibt langsam für alles, was Richtung Video oder hektische Apps geht.
  • Preis tut weh: Für viele ist es psychologisch schwer, so viel Geld für „weniger“ zu zahlen, selbst wenn „weniger“ der Punkt ist.

Meine Einordnung

Ich glaube, der Palma 2 Pro verkauft nicht Technik, sondern ein Gefühl: weniger Reiz, mehr Ruhe, ohne komplett offline zu gehen. Die Ironie ist nur: Weil Android alles erlaubt, musst du selbst diszipliniert bleiben. Wenn du dir TikTok und zehn Messenger installierst, hast du dir ein langsames Smartphone gebaut.

Und während der Palma versucht, dich runterzuschalten, passiert am anderen Ende des Spektrums das genaue Gegenteil, wie Samsung mit seinem Galaxy Z TriFold. Mehr Bildschirm geht kaum. Genau dieser Kontrast macht den Palma für manche so attraktiv.

Mehrwert-Impuls

Kauf ihn, wenn du unterwegs viel liest, du ein Zweitgerät okay findest und du ein „ich will weniger Bildschirmstress“ Problem hast. Lass es, wenn du maximale Display-Qualität willst, viel Comics liest oder eigentlich hoffst, dein Smartphone zu ersetzen.

Frage an dich

Würdest du so ein Gerät wirklich jeden Tag mitnehmen, oder ist das am Ende doch nur ein schönes Gadget für die Schublade?