Die Samsung P7 ist für die meisten Käufer die bessere Wahl. Sie kostet mit 1 TB offiziell 287,99 Euro und damit 53 Euro weniger als die P9. Trotzdem nennt Samsung für beide USB4, bis zu 4.000 MB/s Lesen, AES-256-Hardwareverschlüsselung, zwei Meter Fallschutz und fünf Jahre eingeschränkte Garantie.[1]
Die P9 rechtfertigt den Mehrpreis nicht mit einer höheren Peak-Angabe, sondern mit ihrem Profi-Profil: Samsung hebt langfristig hohe Schreibleistung, verbesserten Wärmeschutz und 12K-Direktaufnahmen hervor. Wer Spiele, Backups, Fotos oder normale 4K-Projekte verschiebt, profitiert davon meist weniger als ein Filmteam mit langen RAW-Aufnahmen.
Die Entscheidung in 30 Sekunden
- P7 kaufen: für Backups, Spielebibliotheken, Fotoarchive, Smartphone-Videos und normalen mobilen Datentransport.
- P9 kaufen: für lange hochauflösende RAW-Aufnahmen, 12K-Workflows oder regelmäßiges Arbeiten direkt von der SSD, wenn stabile Schreibleistung wirklich zählt.
- Vorher Anschluss prüfen: Ohne USB4 mit 40 Gbit/s erreichst du die beworbenen Transferraten nicht.
- 4 und 8 TB abwarten: Zum Start am 31. August sind 1 und 2 TB angekündigt. Größere Varianten folgen später im Jahr.
Samsung P9 und P7 im Vergleich
Die P7 ist also nicht die halb so schnelle Budgetversion. In Samsungs eigener Tabelle liegen die wichtigsten Peak-Daten gleichauf. Der Aufpreis der P9 muss sich über Verhalten bei langen Transfers und spezielle Produktionsworkflows auszahlen, nicht über einen größeren Wert auf der Verpackung.

Wo der P9-Aufpreis steckt
Samsung beschreibt die P9 als Laufwerk für 12K-Direktaufnahmen, große RAW-Dateien und das Bearbeiten direkt von der SSD. Dafür nennt der Hersteller langfristig hohe Schreibleistung und einen fortschrittlichen Wärmeschutz.[2] Genau diese Angaben sind für Filmteams und Creator relevant, die über viele Minuten oder Stunden Daten schreiben.
Die P7 wird breiter positioniert. Sie unterstützt laut Samsung unter anderem Windows, macOS, Android, Spielekonsolen, Kameras und kompatible Smartphones. Samsung nennt Direktaufnahmen mit Galaxy S26 Ultra sowie iPhone 17 Pro und Pro Max unter festgelegten Videoformaten.[3]
Ohne unabhängige Dauerschreibtests lässt sich nicht seriös beziffern, wie groß der Abstand nach gefülltem Schreibcache wird. Wer diesen Unterschied beruflich braucht, sollte Messungen der Serienmodelle abwarten. Wer nur Dateien kopiert und Backups erstellt, spart mit der P7.
Warum USB4 entscheidend ist
Vier Gigabyte pro Sekunde sind nur mit einer passenden Verbindung möglich. Ein USB-C-Stecker sagt allein nichts über die Geschwindigkeit aus. Nutzt dein Computer nur USB 3.2 mit 10 Gbit/s, wird die Schnittstelle zum Engpass. Auch ein langsames oder ungeeignetes Kabel begrenzt die Leistung.
Beide SSDs sind laut Samsung zu älteren USB-Standards abwärtskompatibel. Sie funktionieren dort, werden aber nicht plötzlich schneller als der vorhandene Anschluss. Prüfe deshalb das Datenblatt deines konkreten Computers, Tablets oder Smartphones und verwende das mitgelieferte USB-C-Kabel. Wenn die SSD an einen aktuellen Apple-Desktop soll, zeigt unser Vergleich von Mac mini M6 und M5 Pro, welche Variante Thunderbolt 4 beziehungsweise Thunderbolt 5 bietet und wann die zusätzliche Bandbreite praktisch relevant wird.
1 TB oder 2 TB?
Ein Terabyte genügt für mobile Arbeitsdateien, ein aktuelles Backup oder eine überschaubare Spielebibliothek. Zwei Terabyte passen besser zu großen Fotoarchiven, mehreren Videoprojekten oder Nutzern, die nicht ständig auslagern möchten. Die größere Variante kostet bei beiden Modellen knapp doppelt so viel; pro Terabyte ist sie nur geringfügig günstiger.
Samsung kündigt 4 und 8 TB für die folgenden Monate an, nennt aber noch keinen exakten deutschen Termin für jede Kapazität. Wer sehr viel Speicher braucht, sollte nicht auf eine nicht verfügbare Variante planen und keine Vorabpreise annehmen.
Wenn du jetzt eine SSD brauchst
Die exakten 1-TB-Modelle der P9 und P7, MU-PJ1T0G und MU-PF1T0G, waren bei der Prüfung am 1. September noch nicht eindeutig gelistet. Suchergebnisse führten stattdessen überwiegend zu T7, T9 und SSDs anderer Hersteller. Deshalb verlinken wir keine ähnlich benannten Angebote als angebliche P7 oder P9.
Wer nicht auf die neuen USB4-Modelle warten kann, findet mit der Samsung T9 eine klar zuordenbare, sofort kaufbare Alternative. Sie erreicht laut Produktbezeichnung bis zu 2.000 MB/s und bleibt damit unter den beworbenen 4.000 MB/s von P7 und P9. Für Backups, Spielebibliotheken und normale Foto- oder Videoprojekte kann sie trotzdem die vernünftigere Sofortlösung sein.
Produktbild: Amazon.de
Sofort verfügbare Alternative
Samsung Portable SSD T9, 1 TB
Die T9 ist langsamer als die angekündigten P7 und P9, aber als exakt verifizierbares 1-TB-Modell bereits erhältlich. Sinnvoll für alle, die jetzt eine schnelle externe SSD brauchen und nicht zwingend USB4 mit bis zu 4.000 MB/s benötigen.
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Fazit: P7 für den Alltag, P9 für lange Profi-Last
Die Samsung P7 gewinnt diesen Vergleich für die meisten Käufer. Peak-Geschwindigkeit, Schnittstelle, Verschlüsselung, Gehäusegröße und Garantie liegen laut Hersteller praktisch gleichauf. Der niedrigere Preis ist deshalb der greifbarste Unterschied.
Die P9 ist keine schlechte SSD, sondern eine spezialisiertere. Ihr Aufpreis wird dann plausibel, wenn du lange hochauflösende Aufnahmen direkt speicherst oder regelmäßig große Projekte von der SSD bearbeitest. Vor einer endgültigen Kaufempfehlung für diesen Einsatz fehlen allerdings unabhängige Dauerlasttests und eine Klärung der widersprüchlichen Schreibangaben.
FAQ zu Samsung P9 und P7
Ist die Samsung P9 schneller als die P7?
Bei den beworbenen Peak-Werten nicht: Samsung nennt für beide bis zu 4.000 MB/s Lesen. Der P9-Vorteil soll in langfristig hoher Schreibleistung und professionellen Aufnahme-Workflows liegen.
Warum nennt Samsung 3.800 und 3.700 MB/s Schreibtempo?
Der deutsche Newsroom nennt bis zu 3.800 MB/s, die technischen Produktdaten beider 1-TB-Modelle bis zu 3.700 MB/s. Dieser Widerspruch ist dokumentiert und sollte vor Veröffentlichung beziehungsweise Kauf geklärt werden.
Funktionieren P9 und P7 an USB 3?
Ja, Samsung nennt Abwärtskompatibilität. Die Geschwindigkeit bleibt dann auf das Niveau des langsameren Anschlusses begrenzt.
Kann ich direkt vom Smartphone aufzeichnen?
Samsung nennt für die P7 geprüfte Direktaufnahme mit Galaxy S26 Ultra sowie iPhone 17 Pro und Pro Max unter bestimmten Formaten. Für andere Geräte und Einstellungen muss die Kompatibilität einzeln geprüft werden.[3]
Sind P9 und P7 wasserdicht?
Samsung nennt Fall-, Stoß- und Vibrationstests, aber in den geprüften deutschen Produktdaten keine IP-Schutzklasse. Wasserdichtigkeit darf daraus nicht abgeleitet werden.
Wann erscheinen 4 und 8 TB?
Samsung kündigt die größeren Kapazitäten für die kommenden Monate 2026 an, nennt aber keinen exakten deutschen Verkaufstag.[1]
- Samsung Newsroom Deutschland: Portable SSDs P9 und P7, veröffentlicht 26.08.2026, abgerufen 31.08.2026.
- Samsung Deutschland: P9 Portable SSD, Produktdaten, abgerufen 01.09.2026.
- Samsung Deutschland: P7 Portable SSD, Produktdaten, abgerufen 01.09.2026.
- Amazon.de: Samsung Portable SSD T9, 1 TB, Modell MU-PG1T0B/EU, ASIN B0CGQ466W8; Produktseite, Verfügbarkeit und Hauptbild geprüft 01.09.2026.
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