Huawei hat das Mate XT 2 offiziell vorgestellt. Das neue Tri-Fold-Smartphone lässt sich über zwei Scharniere auf ein 10,2 Zoll großes OLED-Display ausklappen und startet in China bei 19.999 Yuan. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören der Kirin 9050 Pro, HarmonyOS 7, eine optional erhältliche Hardware-Datenschutzanzeige und ein robusteres, nach IP58/IP59 geschütztes Gehäuse. Einen Preis oder Veröffentlichungstermin für Deutschland nennt Huawei bislang nicht.[1]
Das Gerät bleibt ein kompromissloses Luxusprodukt: Selbst die günstigste Variante kostet mehr als viele Notebooks und Smartphones zusammen. Technisch ist das Mate XT 2 trotzdem relevant, weil Huawei den noch jungen Tri-Fold-Formfaktor sichtbar weiterentwickelt – mit geringerem Risiko für das außenliegende Faltpanel, einer neuen Scharnierkonstruktion und bis zu drei gleichzeitig nutzbaren App-Fenstern.
Informationsstand: 7. September 2026, 13:35 Uhr CEST. Huawei hat bisher nur Preise und Verfügbarkeit für China veröffentlicht.
Huawei Mate XT 2 in 60 Sekunden
- Tri-Fold: Das OLED-Display wächst von 6,5 auf 10,2 Zoll und arbeitet je nach Variante mit bis zu 120 Hz.
- Preis: Die chinesischen Varianten kosten zwischen 19.999 und 29.999 Yuan.
- Hardware: Huawei kombiniert den Kirin 9050 Pro mit 16 GB RAM, bis zu 2 TB Speicher und einem 5.600-mAh-Akku.
- Deutschland: Eine globale Version, ein Europreis und ein hiesiger Verkaufsstart sind noch nicht bestätigt.
Technische Daten und Preise
Zugeklappt ist das Mate XT 2 12,3 Millimeter dick und bietet ein 6,5-Zoll-Display mit 120 Hz. Vollständig geöffnet misst die OLED-Fläche 10,2 Zoll bei 2232 × 3184 Pixeln. Die Standardausführung erreicht innen bis zu 90 Hz; die Variante mit Datenschutzanzeige unterstützt auch auf dem großen Panel bis zu 120 Hz. Das Smartphone wiegt laut Huawei etwa 299 Gramm beziehungsweise rund 304 Gramm inklusive der werkseitigen Bildschirmschicht.[2]
Die rückseitige Kamera kombiniert einen 50-Megapixel-Hauptsensor mit variabler Blende von F1.49 bis F4.0, eine 40-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera und ein 50-Megapixel-Periskoptele mit optischer Stabilisierung. Der optische Zoom reicht bis 3,5-fach. Der fest verbaute Akku hat offiziell 5.600 mAh und kann mit bis zu 66 Watt per Kabel oder 50 Watt drahtlos geladen werden.[2]
Die Basisausstattung mit 16 GB RAM und 256 GB Speicher kostet 19.999 Yuan. Für 512 GB verlangt Huawei 21.999 Yuan, für 1 TB 23.999 Yuan. Die 1-TB-Version mit Datenschutzanzeige kostet 24.999 Yuan; ein Paket mit Stift, Schutzhülle und 2 TB Speicher liegt bei 29.999 Yuan.[3]
Was die Datenschutzanzeige bringt
Die teureren Varianten besitzen ein Display mit zwei getrennten Pixelmodi. Wird der Sichtschutz aktiviert, schaltet das Panel von einem breiten auf einen schmalen Betrachtungswinkel um. Von der Seite soll der Inhalt dann deutlich schlechter erkennbar sein, während Auflösung und Frontansicht erhalten bleiben. Huawei nennt ausdrücklich eine Einschränkung: Am unteren Geräterand in Richtung USB-Anschluss greift der Sichtschutz nicht vollständig.[1][2]
Das ist mehr als ein Softwarefilter und dürfte vor allem in Bahn, Flugzeug oder Büro interessant sein. Es ersetzt dennoch keine gewöhnlichen Schutzmaßnahmen: Benachrichtigungen auf dem Außendisplay, App-Sperren und der physische Zugriff auf das Gerät bleiben eigene Risiken.
Verfügbarkeit in Deutschland
Bislang ist das Mate XT 2 ausschließlich auf Huaweis chinesischer Produktseite gelistet. Eine globale Produktseite, ein deutscher Preis und ein Starttermin für Europa fehlen. Wer importiert, muss deshalb mit möglicher eingeschränkter Garantieabwicklung, einem für China ausgerichteten Softwareangebot und zusätzlichen Einfuhrkosten rechnen. Für normale Käufer ist Abwarten die vernünftigere Entscheidung.
Wer vor allem den Formfaktor spannend findet, kann die neue Generation mit unserem Beitrag zum Samsung Galaxy Z TriFold vergleichen. Außerdem steht Apples Event am 9. September bevor; was zum erwarteten Foldable bestätigt ist und was nicht, erklären wir in unserer Apple-Fold-Vorschau.
Einordnung: Beeindruckend, aber kein Import-Tipp
Das Huawei Mate XT 2 zeigt, dass Tri-Fold-Smartphones nicht bei einer spektakulären ersten Generation stehen bleiben. Wasserschutz, neues Scharnier, stärkere Kameras und die Hardware-Datenschutzanzeige lösen konkrete Schwächen des Konzepts. Gleichzeitig bleiben mehr als 300 Gramm, zwei Scharniere und ein fünfstelliger Yuan-Preis deutliche Warnzeichen für den Alltag.
Technisch ist das Mate XT 2 eines der interessantesten Smartphones des Jahres. Für deutsche Käufer ist es im Moment trotzdem eher eine Vorschau auf die nächste Foldable-Stufe als eine sinnvolle Kaufoption. Erst eine bestätigte Europa-Version mit klarer Garantie, lokalem Softwareangebot und Europreis würde daraus eine belastbare Empfehlung machen.
Häufige Fragen zum Huawei Mate XT 2
Was kostet das Huawei Mate XT 2?
In China beginnt das Gerät mit 16 GB RAM und 256 GB Speicher bei 19.999 Yuan. Die teuerste Stiftvariante mit 2 TB Speicher kostet 29.999 Yuan. Einen offiziellen Europreis gibt es noch nicht.
Kommt das Huawei Mate XT 2 nach Deutschland?
Huawei hat bisher keinen deutschen oder europäischen Verkaufsstart angekündigt. Das Gerät ist aktuell nur auf den chinesischen Produkt- und Shopseiten gelistet.
Wie groß ist das Display?
Zugeklappt misst das OLED-Display 6,5 Zoll. Vollständig über beide Scharniere aufgeklappt wächst die nutzbare Fläche auf 10,2 Zoll bei 2232 × 3184 Pixeln.
Unterstützt das Mate XT 2 einen Stift?
Ja. Huawei bietet den M-Pen 3 Mini separat sowie in einem Paket mit Ladehülle und 2 TB Speicher an. Der Stift gehört bei den normalen Varianten nicht zum Lieferumfang.
- Huawei: Mate XT 2 Ultimate Design – Produktseite, abgerufen am 7. September 2026.
- Huawei: Mate XT 2 Ultimate Design – technische Daten, abgerufen am 7. September 2026.
- IT之家: Huawei Mate XT 2 offiziell vorgestellt, veröffentlicht und abgerufen am 7. September 2026.
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