Fake Action Cams – Teurer Elektroschrott?

15. März 2015 • Action Cam

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Was verstehen wir unter einem Fake? Ist die SJ4000 von SJCAM ein Fake der GoPro? Viele werden dies wohl bejahen. Warum aber ist das so? Beides sind Action Cams, die sich sehr ähneln. Aber ist dann alles, was nach dem Vorreiter kommt ein Plagiat? Eine Bau- und Funktionsweise bewährt sich ja immer bei Produkten. Fernseher, Waschmaschinen und, um bei Kameras zu bleiben, DSLRs sehen sich alle verdammt ähnlich. Wer hat von wem kopiert? Welche ist ein Fake?

DSLR vergleich comparison

Die Cams von SJCAM zum Beispiel sind einfach nur weitere Mitstreiter auf dem Markt. Sie haben einen eigenen Namen, kopieren keine Begriffe der GoPro oder anderer etablierter Cams und liefern ordentliche Ergebnisse. Auch andere Hersteller produzieren Ihre eigenen Action Cams und haben Ihren eigenen Namen, sodass man nicht an eine GoPro denkt. Leider unterstützen einige Hersteller ihre Cams nicht mit Updates oder geben irgendeinen Support – wenn der Hersteller denn überhaupt bekannt ist.

Doch es gibt auch Fakes in der Action Cam Welt. Sie sehen dann nicht nur fast 1 zu 1 so aus wie eine andere Cam, sie nennen sie sie dann auch noch genau so oder sehr ähnlich. Das Problem sehen wir ja ganz stark bei der SJ4000. Einige versuchen sogar andersaussehende Cams unter diesem Namen zu verkaufen. Bei der neuen SJ5000 gibt es das Problem ja auch. Schon vor Verkaufsstart gab es erste Cams, die mit dem Namen geworben und so viele Kunden über den Tisch gezogen haben.
Einige Hersteller setzen dem ganzen „Namenklau“ noch die Krone auf: Sie nutzen SJ6000 als Modellnamen. Dieses Modell würde als nächstes in der Modellreihe von SJCAM kommen, wobei es noch nicht einmal im Gespräch ist. Somit suggerieren sie hier ein noch neueres Modell, wobei einer dieser Modelle der SJ5000 WIFI ähnelt.
Trotzdem ist oft klar, dass schlechte Qualität meist zu einem mutmaßlichen Schnäppchenpreis angeboten wird. Viel verkaufen, viel einnehmen und direkt ein neues Mangelprodukt auf den Markt werfen.

Wenn man eine solche Action Cam erworben hat, hat man zwei Möglichkeiten: Behalten oder zurückschicken. Bestellt man in China, dauert der Rückversand und die Erstattung. Wenn man sie behält, muss man sich mit der Qualität zufrieden geben. Support und Firmwareupdates kann man von den meisten nicht erwarten. Doch viele Cams funktionieren von Anfang an ganz gut, sodass man eigentlich keine Updates benötigt. Wenn man sich mit der Qualität der Cam anfreunden kann, dann kann man auch mit solch einer Cam etwas anfangen.

Zwei Beispiele solcher Fakes sind die SJ5000 von Amkov und die SJ6000 von Unbekannt. Die SJ6000 funktioniert recht gut und das Bild ist in Ordnung – mit dieser Cam kann man leben. Die SJ5000 von Amkov schneidet deutlich schlechter ab, sowohl bei der Qualität, als auch in der Handhabung.
Da diese Cams überhaupt keinen Support erhalten und die Qualität nicht die Beste ist, kann ich sie nicht empfehlen.
Damit Ihr wisst, welche beiden Cam gemeint sind, schaut hier für die SJ6000 und hier für die SJ5000 bei Amazon nach.

Wenn Ihr schon nach einer günstigen Alternative zur GoPro sucht, dann informiert Euch bitte erst einmal im Internet. Durchforstet mithilfe von Google das Internet nach Infos und Erfahrungen und wägt ab, ob sie Euch das Geld wert ist. Den Anfang habt Ihr ja schon gemacht und seid hier gelandet. Es kann also nur besser werden.




4 Antworten zu Fake Action Cams – Teurer Elektroschrott?

  1. Wamboatfire Wamboatfire sagt:

    Hmm, Elektronikschrott würde ich jetzt nicht so sagen, eher günstige Einstiegskamera. Die meisten hier werden den Unterschied nicht feststellen können, da sie sich keine teure Gopro oder Sony leisten wollen. Hat man eine solche Cam und kann vergleichen, wird man sich ärgern, das man sich eine China-cam gekauft hat. Habe jetzt 3 Wochen Thailand Urlaub hinter mir und habe die Gopro hero4 Silber, die SJCAM SJ5000+ und die Dazzne P2 ausgiebig testen können, in einem Umfeld ideal für Actioncam. Ich musste mich 2 mal richtig ärgern wegen der Chinesischen Kameras, 1 mal beim Schnorcheln, da wollte die 5000er nur angehen, wenn vorher der Akku ein und ausgesteckt. Macht das mal bei offener See, kein Spaß.Also zurück ans Boot, Akku rein/raus und wieder das ganze von vorne, nach 3 mal hatte ich die Schnauze voll. Bei der Dazzne hatte ich das Problem das sie einmal die sdcard löschte beim entfernen, zum Glück hatte ich noch Aufnahmen mit der Gopro an diesen Tag. Mehr zu meinen Erfahrungen erzähle ich gesondert im Forums. morgen bin ich dann Zuhause und kann das Filmmaterial auswerten.

    • Ja, wenn man keinen Vergleich hat, dann sind die für den Anfang in Ordnung und man kann Spaß damit haben. „You get, what you pay for. – dieser Satz stimmt. Aber nicht jeder erwartet die Qualität einer GoPro. Oft ist man ja mehr als begeistert von der Leistung, die die China Cams unter 100€ bieten.

      Krass aber, dass die Dazzne die SD Karte gelöscht hat :/ So etwas kann natürlich zum GAU werden, wenn wichtiges Material drauf war.
      Bin gespannt auf Deine Erfahrungen 🙂

  2. speedbiker sagt:

    Zum Glück haben die SJCAM Kameras ein Echtheitssigel auf der Verpackung. Hilft einem zwar nicht vor dem Kauf, aber wenn man den Karton dann in der Hand hat zumindest.

  3. Sven K sagt:

    Also die teilweise schlechte Qualität kann ich bestätigen.
    Ich war auf der Suche nach einer geeigneten Kamera fürs Tauchen. Bedingung, wasserdicht bis wenigstens 40m.
    Ich versuchte es erst mit der Amkov SJ5000. Für die hätte ich ein GoPro Gehäuse verwenden können, nur die leider war die Videoqualität recht mies (sehr starkes Bildrauschen). Da für meine Zwecke ungeeignet, habe ich sie weiterverkauft.
    Der nächste Versuch war die Mirage Evoplus. 60m wasserdicht, mit Novatek Prozessor. Im Vergleich zur SJ6000, die ich mir zu Vergleichszwecken gönnte und auch immer noch habe, hat die Evoplus ein kontrastärmeres Bild und es gehen auch viel mehr Details verloren. Bei der SJ6000 erkenne ich beim Filmen aus dem Fenster noch die Fugen im Pflaster und das Gras sieht auch nach Gras aus. Bei der Evoplus hingeben gibt es nur Pixelmatsch. Also diese auch weiterverkauft.
    Meine Hoffnungen ruhen jetzt auf der Xiaomi Yi, welche auf den Weg zu mir ist. Hoffentlich überzeugt sie mich und hoffentlich erhalte ich bis Anfang August auch noch das Unterwassergehäuse.
    Hätte ich mir einfach eine GoPro geholt, so wäre das Ganze für mich viel leichter gewesen. Aber das wäre ja langweilig 😉

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